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Aktuelles Lehrangebot

BBAM 4S / BBAM 2 / BAM2 / MMA 2: Kolloquium zur BA/MA-Arbeit (online, Nebrig, Do, 10:30 - 12:00)

Das Kolloquium richtet sich an Studierende, die im Schwerpunktbereich II (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft) oder IV (Schriftlichkeit) ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit im Schwerpunktbereich II schreiben. Die Veranstaltung unterstützt die Kandidatinnen und Kandidaten dabei, ein literatur- oder medienwissenschaftliches Thema zu formulieren, es einzugrenzen und in die Forschungsdiskussion einzubetten. In einem zweiten Schritt werden Fragen der Gliederung und der Methode besprochen. Ziel ist es, eine für die Bachelor- bzw. Masterarbeit leitende Fragestellung zu entwickeln.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 14.10.2021 - 03.02.2022) - 2303.01.24 (Z20)

BBM 4a/MGM4a/b: Einführung in die Theorie und Geschichte mündlicher und schriftlicher Kommunikation

Die Vorlesung führt in die Theorie und Geschichte mündlicher und schriftlicher Kommunikation ein. Der erste Teil der Vorlesung führt in zentrale Themen und Arbeitsfelder einer wissenschaftlichen Beschäftigung mit Phänomenen von Schriftlichkeit ein. Neben theoretischen und historischen werden auch praxisbezogene Fragen nach der Kulturtechnik Schrift im medialen Wandel zur Sprache kommen. Ziel soll sein, Grundlagen für weiterführende Studieninteressen im Bereich der Schriftkommunikation und für eine entsprechende Profilbildung zu schaffen.

Der zweite Teil konzentriert sich aus linguistischer Perspektive auf spezifische Kennzeichen der gesprochenen Sprache. Die wichtigsten gesprächsanalytischen Grundbegriffe werden an konkreten Beispielen vorgestellt und im Kontext der aktuellen Forschung diskutiert. Eingeführt wird zudem in gesprächsanalytische Methoden, wie der sequentiellen Analyse und (Transkriptions-)Techniken. Dies sowie ein kurzer ideengeschichtlicher Überblick über aktuelle Theoriebildungen und Ansätze innerhalb der Gesprächsforschung dienen dazu, alternative Möglichkeiten des Umgangs mit der gesprochenen Sprache kennenzulernen und kritisch miteinander zu vergleichen.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 13.10.2021 - 02.02.2022) - 2321.U1.97 (Z 25)

BBM4b / BBM4d / BFM 4a/b / BFM2-1-a / BFM2-2-a: Das Hörbuch. Geschichte - Medialität - Praxis (online, Riesner, Do, 10:30 - 12:00)

In diesem Seminar widmen wir uns ganz dem Phänomen Hörbuch. Befragt wird es auf seine Herkunft aus Oralität, Autorenlesung und Hörspiel sowie auf seine spezielle Medialität im Unterschied zur Print-Literatur. Zentral wird die Frage stehen, inwiefern das Hörbuch nicht nur akustische Variante von geschriebenen Texten, sondern ein eigenständiges Phänomen mit spezifischen Rezeptionsmodi und Leserschaften, ganz eigenen Marktanteilen und Produktionsprozessen ist. Natürlich werden auch Hörbuch-Beispiele analysiert.

Methodisch werden wir bestehende theoretische und empirische Forschung zum Hörbuch auswerten aber auch eigene Erfahrungen mit Lese- und Hörmedien diskutieren und diesen in Experimenten weiter nachgehen.

Arbeitsform

Unsere Resultate sollen in einer kleinen studentischen Tagung (möglicherweise an der Bürgeruni) am Ende des Semesters einer breiteren interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden. Im Seminar arbeiten wir daher nicht nur für unsere eigene Erkenntnis, sondern auch auf die Frage hin, wie die Inhalte sinnvoll und anschaulich (möglicherweise interaktiv) vermittelt werden können. Wir kollaborieren dazu auch mit dem Hörbuch-Kreis „Audiadiction“, der als freiwillige Sonderveranstaltung einmal im Monat zusammenkommt und sich durch die Hörbuch-Fassung des Werks von Marcel Proust hört. Diese Veranstaltung finden Sie ebenfalls im LSF.

Die Organisation und die Beiträge der Tagung sollen von den Studierenden kommen und können als BN angerechnet werden (siehe Leistungsnachweis). Auch Studierende, die sich an der Tagung nicht beteiligen möchten, können sich dem Seminar anschließen und eine andere Leistung erbringen.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 14.10.2021 - 03.02.2022) - 2522.U1.74 (Z 18)

BBM4b / BBM4d / BFM4a/b / BFM2-1 / BFM2-2: Globale Autorschaft: Thomas Manns Essays und Reden (online, Mo, 16:30 - 18:00, Büttner)

Thomas Mann ist vor allem als Autor von Romanen und Erzählungen bekannt, obwohl seine Essays und Reden nahezu denselben Anteil an seinem Werk ausmachen. In diesen Texten bezieht er gleichermaßen politisch und ästhetisch Stellung, positioniert sich zu Fragen der Zeit und schreibt sich in literarische Traditionen ein. Manns Essays und Reden können dabei als schriftstellerische Auseinandersetzung mit Erfahrungen der Globalisierung gelesen werden. Als Zeitzeugnisse der historischen Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (des Zusammenbruchs des Kaiserreichs, der Weimarer Demokratie, der Vertreibung durch die Nationalsozialisten, des Exils in den Vereinigten Staaten und der Gründung der zwei deutschen Staaten nach dem Krieg) rücken sie nicht nur die Deutsche Geschichte in internationale Bezüge. Sie interpretieren diese Entwicklungen auch mit Mitteln einer Literatur, die sich selbst immer stärker globalisiert versteht. Thomas Mann wird deshalb in seinen Essays und Reden offensichtlicher als im erzählerischen Werk als globaler Autor sichtbar.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2021 - 31.01.2022) - 2421.03.82 (Z30)

BBM4b / BBM4d / BFM4a/b / BFM2-1-a / BFM2-2-a: Kollaboratives Schreiben in der Literaturgeschichte (online, Riesner, Mi, 16:30 - 18:00)

Im Seminar werden wir unter dem Begriff des "Kollaborativen Schreibens"  verschiedene Verfahren der Textproduktion beleuchten, in denen Autorschaft sich auf mehrere menschliche oder auch nicht-menschliche Akteure verteilt. Geteilt wird das Seminar durch die Zäsur der Digitalisierung, welche für das kollaborative Schreiben neue (und scheinbar neue) Möglichkeiten bereithielt und -hält. In der ersten Semester-Hälfte blicken wir auf kollaborative Schreibszenen in Romantik und Avantgarden, in der zweiten Semester-Hälfte widmen wir uns dem kollaborativen Schreiben in virtuellen Welten. Betrachtet werden die Schreibszenen selbst sowie deren Inszenierungen, außerdem die Effekte, die sich in den Texten bemerkbar machen.

Arbeitsform:

Das Seminar wird in 4-5 Gruppen unterteilt, die intensiv eine Fallstudie der Kollaboration untersuchen und die Resultate im Seminar vorstellen. Die Teilnahme an einer solchen Arbeitsgruppe ist verpflichtend für die Seminarteilnahme, die Note fließt zu einem kleinen Teil in die Endnote ein. Die Arbeitszeit wird teilweise in die Seminarzeit gelegt. Die Ergebnisse sollen gern Ausgangsbasis für die finale AP sein. 

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 13.10.2021 - 02.02.2022) - 2321.U1.75 (Z 16)

BBM4d / BFM4a/b / BFM2-1-a / BFM2-2-a: Literatur und Klassenkampf - Schreibweisen der (Care-)Arbeit

In diesem Seminar widmen wir uns der Darstellung von Arbeit in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Dabei gehen wir auch auf theoretische Perspektiven insbesondere auf diejenigen von Karl Marx und Friedrich Engels ein, beleuchten aber das genuin Poetische, wie Arbeit in die Texte kommt. Spezifizieren wollen wir den Arbeitsbegriff hinsichtlich einer Gender-Perspektive und der Unterscheidung von Arbeit und Care-Arbeit. Wird eine solche in der Literatur verhandelt? Wer arbeitet in literarischen Texten der Romantik, des Realismus, des Naturalismus, des Expressionismus, der Dortmunder Gruppe 61, dem Werkkreis Literatur, etc.? Welche Arbeit wird verrichtet? Spielt die Pflege von Kindern oder älteren Angehörigen eine Rolle? Wie sind die diskursiven Bedingungen für Arbeit? Und wie wird Arbeit und Pflege poetisiert? 

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.10.2021 - 31.01.2022) - 2453.01.81

BBM4d: Schreibberatung Germanistik (online, Blockseminar Rettmann)

Das Verfassen wissenschaftlicher Texte ist ein wesentlicher Bestandteil (nicht nur) des literaturwissenschaftlichen Studiums. Diese Aufgabe ist für viele Studierende zugleich mit Unsicherheiten, Überforderungsgefühlen oder Ängsten belegt. Das Blockseminar „Schreibberatung“ orientiert sich an den Bedürfnissen und Problemerfahrungen der Schreibenden und unterstützt sie durch Wissensvermittlung, Übungen und die gemeinsame Diskussion ihrer aktuellen Schreibprojekte auf dem Weg zum wissenschaftlichen Text.

In einer Vorbesprechung am 15.10.2021 (12.30-14.00 Uhr, via Zoom) wollen wir in einem gemeinsamen Gespräch zunächst Ihre Erwartungen an die Schreibberatung ausleuchten und Themenkomplexe sammeln, mit denen wir uns im Verlauf des Seminars befassen werden. Zu diesen Themen können beispielsweise gehören:

  • Grundlagen und Arbeitstechniken der neueren deutschen Literaturwissenschaft,
  • Erarbeitung und Konkretisierung von Forschungsinteressen, -themen und -fragen,
  • Gliederungstechniken,
  • Wortschatz, Satzbau und Stil,
  • Argumentationsaufbau und argumentative Kohärenzbildung,
  • Zitationsregeln,
  • Zeitmanagement, Prokrastinations-‚Bekämpfung‘
  • usw.

Unsere Blocktermine finden dann via Zoom am

  • 3.12.2021 (10.00-18.30 Uhr mit Mittagspause)
  • 4.12.2021 (10.00-18.30 Uhr mit Mittagspause) sowie am
  • 28.1.2022 (10.00-18.30 Uhr mit Mittagspause) statt.

Insbesondere am 4.12.21 und 28.1.22 sollen Sie auch die Möglichkeit haben, geplante oder bereits begonnene Haus- und Abschlussarbeiten gemeinsam konstruktiv zu diskutieren. Voraussetzung für einen BN ist neben der aktiven Teilnahme am Seminargeschehen somit auch die Bereitschaft, eine eigene Arbeit (gerne die aktuelle) zur Diskussion zu stellen.

Zusätzlich zu diesem Blockseminar biete ich immer montags (16:30-18.00 Uhr) über Zoom eine offene Schreibberatung für Studierende der Germanistik an. Beide Veranstaltungen sind unabhängig voneinander.

  • Freitag, 10:00 - 18:30 (Einzeltermin, 03.12.2021 - 03.12.2021) - 2321.U1.75 (Z 16)
  • Samstag, 10:00 - 18:30 (Einzeltermin, 04.12.2021 - 04.12.2021) - 2321.U1.75 (Z 16)
  • Freitag, 10:00 - 18:30 (Einzeltermin, 28.01.2022 - 28.01.2022) - 2321.U1.75 (Z 16)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 15.10.2021 - 15.10.2021) - 2321.U1.75 (Z 16)

BBM4d: Stalingrad als Gegenstand der Literatur - Beschreibungen des Unbeschreiblichen (Blockseminar in Präsenz, Dr. Eugen Wenzel)

Der Kampf um Stalingrad gehört „zusammen mit Auschwitz und Hiroshima zu den Kristallisationspunkten moderner Katastrophenerfahrungen im 20. Jahrhundert” (Michael Kumpfmüller) und hat in den deutsch- und noch mehr in den russischsprachigen Literaturen zu einer regen und bis heute andauernden Auseinandersetzung mit diesem Thema geführt. Dies wiederum wirft die Frage auf, wie sich ein solches Ereignis, das sich permanent der Darstellbarkeit entzieht, letztendlich überhaupt darstellen lässt.

Das Blockseminar widmet sich dieser und anderen zentralen philologischen Fragestellungen der Stalingrad-Literatur, indem es in einem ersten Schritt deutsche Texte zur Schlacht an der Wolga im Winter 1942/43 in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt und diesen dann in einem zweiten einschlägige russisch-, englisch- und französischsprachige Stalingrad-Werke (in deutschen Übersetzungen) kontrastiv gegenüberstellt.

Besondere Kenntnisse der historischen Materie werden nicht vorausgesetzt, lediglich einige Vertrautheit mit dem basalen Instrumentarium der literarischen Textanalyse sowie die Bereitschaft, etwas umfangreichere Textpassagen eingehend zu rezipieren. Russisch-, Englisch- oder Französischkenntnisse sind dabei sicherlich von Vorteil, bilden jedoch gleichfalls keine zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme.

  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 18.12.2021 - 18.12.2021) - 2321.U1.75 (Z 16)
  • Sonntag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 19.12.2021 - 19.12.2021) - 2321.U1.75 (Z 16)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 22.01.2022 - 22.01.2022) - 2421.03.82 (Z30)
  • Sonntag, 10:00 - 15:30 (Einzeltermin, 23.01.2022 - 23.01.2022) - 2421.03.82 (Z30)

BFM4a/b / BVM2b: Aufschreibesysteme: Friedrich Kittler und die German Media Studies aus dem Geiste der Literaturwissenschaft

An den Texten Friedrich Kittlers wollen wir in diesem Seminar die Transformation einer theoretisch aufgeladenen literaturwissenschaftlichen Praxis zu einer Medienwissenschaft nachzeichnen. Dabei geht es einerseits um eine Historisierung und Kontextualisierung der Arbeiten Kittlers in ihre diskursive Zusammenhänge. Andererseits geht es um die Frage, wie medientheoretische Überlegungen die Auseinandersetzung mit Literatur als Medium beeinflusst. Ist Literatur ein Medium? Was sind Medien? Was ist ein Aufschreibesystem? Was haben Medien mit Schreibweisen zu tun? Was sind die materiellen Bedingungen von Technologie und wie werden diese poetisiert? Dafür setzen wir uns im ersten Teil des Semesters mit Kittlers Texten auseinander. Im zweiten Teil werden wir mit Bezug auf literarische Beispiele Kontexte und Nachwirkungen von Kittlers Überlegungen und Deutungen diskutieren. 

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2021 - 31.01.2022) - 2421.00.90 (Z 23)

MFM 4Sa/b: Edition von Werken und Briefen der Goethezeit anhand der Sammlung des Goethe-Museums (Wingertszahn, Präsenz, Block)

Die Lehrveranstaltung behandelt alle Aspekte der Edition von Werken und Briefen: Textrecherche, Transkription, Textkritik, Kommentierung. Sie lernen Handschriften zu entziffern, Varianten zu beschreiben, einen Text zu konstituieren, Personen und Sachen zu recherchieren, Stellenerläuterungen zu schreiben und die Edition am Computer aufzubereiten.

Das Goethe-Museum besitzt etliche Handschriften aus dem 18./19. Jahrhundert, die noch nicht ediert sind. Im Seminar soll ein Teil dieser Schätze erschlossen werden. Die Seminarteilnehmer wirken damit an einem überschaubaren wissenschaftlichen Projekt mit und können das Gelernte in einer Publikation dokumentieren.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 19.10.2021 - 19.10.2021)
  • Samstag, 13:00 - 16:30 (Einzeltermin, 06.11.2021 - 06.11.2021)
  • Sonntag, 11:00 - 16:30 (Einzeltermin, 07.11.2021 - 07.11.2021)
  • Samstag, 13:00 - 16:30 (Einzeltermin, 11.12.2021 - 11.12.2021)
  • Sonntag, 11:00 - 16:30 (Einzeltermin, 12.12.2021 - 12.12.2021)
  • Samstag, 13:00 - 16:30 (Einzeltermin, 15.01.2022 - 15.01.2022)
  • Sonntag, 11:00 - 16:30 (Einzeltermin, 16.01.2022 - 16.01.2022)

MFM4Sa/b / MFM2a/b: Literarische Hermeneutik (online, Do, 12:30 - 14:00, Nebrig)

Zu den Hauptaufgaben der Literaturwissenschaft gehört es, das Verständnis von Texten zu explizieren, die entweder nicht mehr oder nur sehr schwer zu verstehen sind. Über das, was sich von selbst versteht, muss man sich nicht verständigen. Obgleich das Verstehen schriftlicher Rede in den Literaturwissenschaften zentral ist, wird nur selten reflektiert, was denn das Verstehen überhaupt sei und wie man es am sichersten erreiche. Das Seminar widmet sich deshalb der Theorie und Lehre des Verstehens bzw. Auslegens, beides bekannt unter dem Begriff der Hermeneutik.

Auslegungstheorien entstanden zuerst auf dem Gebiet des Rechts und der Theologie. Neben der Rechtshermeneutik und der theologischen Hermeneutik gibt es eine literarische Hermeneutik. Ihr wichtigster Vertreter ist Friedrich Schleiermacher (1768-1834). Seine Vorlesungen, die für die philosophische Hermeneutik (Dilthey, Heidegger, Gadamer) wichtig wurden, stehen im Zentrum des Seminars. Eine Perspektive auf die philosophische Hermeneutik des 20. Jahrhunderts und ihre Kritik durch die Dekonstruktion (Derrida) eröffnend, konzentrieren wir uns auf Schleiermachers literarische Hermeneutik, da diese sowohl die sprachliche Form der schriftlichen Rede (Grammatik) als auch die Aussageabsicht ihrer Autoren berücksichtigt.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 14.10.2021 - 03.02.2022) - 2421.03.82 (Z30)

MGM 4 Sa/b: "Die glückliche Liebe schreibt gar keine Verse" - Heines Handschriften im Epochenkontext (Blockseminar, Heine-Institut)

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Schreibstrategien von Heinrich Heine: Wie versucht er, die Zensurbehörden zu umgehen? Hat er eine Schere im Kopf? Wie schmuggelt er revolutionäre Ideen in seine gedruckten Verse? Im Heinrich-Heine-Institut gibt es die Gelegenheit sowohl mit Faksimiles als auch mit originalen Handschriften des Autors zu arbeiten. Unterschiedliche Manuskriptstufen, beispielsweise zu "Deutschland. Ein Wintermärchen", werden ebenso analysiert wie Briefwechsel mit seinen Künstlerkollegen oder seiner Familie. Ziel ist es, die Themen "Romantik und Revolution" - so heißt auch die weltweit einzige Dauerausstellung zu Heine im Museum des Instituts im Epochenkontext zu verorten.

  • Freitag, 09:00 - 17:00 (Einzeltermin, 21.01.2022 - 21.01.2022)
  • Samstag, 09:00 - 17:00 (Einzeltermin, 22.01.2022 - 22.01.2022)
  • Freitag, 09:00 - 17:00 (Einzeltermin, 28.01.2022 - 28.01.2022)
  • Samstag, 09:00 - 17:00 (Einzeltermin, 29.01.2022 - 29.01.2022)

MGM2a/b / MGM4Sa/b: Naturästhetik (online, Mo, 14:30 - 16:00)

Historisch ist die westliche Naturästhetik aus der Säkularisierung der Schöpfungstheologie und der Aufwertung der sinnlichen Erkenntnisvermögen des Menschen im 18. Jahrhundert hervorgegangen. Sie war jedoch von Anfang an umstritten, weil sie sich dem Verdacht ausgesetzt sah, mit Intentionalitäts- und Sinnhaftigkeitsunterstellungen Natur mit Kunst zu verwechseln. Das Seminar versucht die inneren Spannungen der Naturästhetik systematisch zu kartieren, indem es Kernprobleme herausgreift wie die Frage eines ästhetischen Eigenrechts der Natur gegenüber der Kunst, der ethischen und ästhetischen Vorbildfunktion der Natur für die Kunst (Mimesis), die Konzepte des Schönen und Erhabenen etc. Gelesen sollen klassische poetologische Überlegungen und Theorietexte der Begründungsphase um 1800 (Kant, Schelling, Hegel, Schiller) und diese mit neueren Ansätzen der kontinentalen und poststrukturalistischen Tradition sowie analytischen Diskussionsbeträgen ins Gespräch gebracht werden.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2021 - 31.01.2022) - 2321.U1.97 (Z 25)

MGM2a/b/ MGM4Sa/b: Theorien der Übersetzung (online, Nebrig, Mi 16:30 - 18:00)

Im Zeitalter von DeepL tut eine Theorie der Übersetzung, die den individuellen Übersetzungensvorgang begründet, mehr denn je not. Anhand der Einführung von Radegundis Stolze erschließen wir im ersten Teil des Seminars in gemeinsamer Arbeit verschiedene Theorieansätze. Der zweite Teil gibt uns Gelegenheit zu einer vertiefenden Lektüre klassischer Beiträge zur Übersetzungstheorie (Friedrich Schleiermacher, Walter Benjamin, Roman Jakobson). Nach diesen close readings diskutieren wir im dritten Teil Spezialprobleme wie das Verhältnis von Rhetorik und Übersetzung, den Umgang mit Intertextualität in Original respektive Übersetzung, die Polyphonie des Originals sowie die Geschichtlichkeit von Übersetzungen durch Neuübersetzungen.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 13.10.2021 - 02.02.2022) - 2321.U1.97 (Z 25)

MMA 4M/S Masterkolloquium Germanistik IV (Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Online)

Das Kolloquium richtet sich primär an Studierende, welche ihre Masterarbeit in den Bereichen Mündlichkeit und Schriftlichkeit schreiben wollen. Es soll ihnen Gelegenheit geben, ihre Arbeiten vorzustellen, gemeinsam zu diskutieren und eventuell auftretende Probleme zu besprechen. Damit leistet es eine wichtige Hilfestellung bei dem nicht immer ganz einfachen Prozess, eine längere akademische Arbeit zu verfassen. Darüber hinaus sollen gegebenenfalls zentrale Texte und Theorien aus den Bereichen Mündlichkeit und Schriftlichkeit besprochen werden. Auch aus diesem Grund sind alle Interessenten an einer wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem Thema − unabhängig von der Semesterzahl − herzlich willkommen.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 13.10.2021 - 02.02.2022) - 2453.01.81

Offene Schreibberatung Germanistik (online Mo, 16:30 - 18:00, Rettmann)

Fast jede:r Studierende kennt es: Manchmal will es mit dem Schreiben der wissenschaftlichen Haus- oder Abschlussarbeit einfach nicht so richtig klappen. Mit Schreibproblemen, -hemmungen und blockaden sind sie in guter Gesellschaft: Auch ein Thomas Mann oder Thomas Bernhard hatte sie. Bevor Sie nun aber den Dokumentenvernichter anwerfen oder die Uni fluchtartig verlassen wollen, sollten Sie einen Besuch in der offenen Schreibberatung in Erwägung ziehen.

Die offene Schreibberatung richtet sich speziell an Bachelor- und Masterstudierende der Germanistik. Sie bietet Ihnen einen Raum zum konzentrierten Austausch über Probleme beim wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben. Je konkreter Ihr Anliegen ist, desto gezielter können Sie bei Ihrem Projekt unterstützt werden. Bringen Sie daher gerne Ihr aktuelles Schreibprojekt mit (ganz egal, in welchem Zustand es sich befindet).

Als Beratende greife ich nicht in Ihren Text ein, sondern unterstütze Sie je nach Bedarf bei der Reflexion Ihrer Arbeitsprozesse, gebe Textfeedback, vermittle passende Arbeitsstrategien, helfe bei Problemen mit Motivation und Zeitmanagement oder kläre Fragen zu Inhalt, Form und Arbeitstechniken, Theorien und Methoden der Sprach- und Literaturwissenschaften. Ziel der Schreibberatung ist es, Sie in die Lage zu versetzen, eigenständig an Ihrem Schreibprojekt weiterarbeiten zu können.

 

 

Die offene Schreibberatung findet vom 11.10.2021 bis zum 28.3.2022 wöchentlich immer montags von 16.30-18.00 Uhr über Zoom statt.

Hinweis für den 22.11.2021: Aufgrund von Krankheit findet die Schreibberatung in dieser Woche nicht live statt. Bitte schicken Sie mir in diesem Zeitraum Ihr Anliegen per Mail unter maike.rettmann@hhu.de.

Die Einwahldaten lauten:

https://us02web.zoom.us/j/81796592547?pwd=QnZXL0ExRnlNdUNua2piZVFHQnl2Zz09

Meeting ID: 817 9659 2547

Passcode: 851166

 

Bei inhaltlich spezifischeren Fragen lohnt sich vorab eine Mail an maike.rettmann@hhu.de, damit ich mich auf ihr Anliegen vorbereiten kann.


Zusätzlich wird die Schreibberatung der Germanistik einmal im Semester (zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit) als Blockseminar angeboten; da die erfolgreiche Teilnahme mit einem BN bescheinigt wird, ist hierfür eine Anmeldung im Rahmen der üblichen Fristen über das HISLSF erforderlich.

Studierenden anderer Disziplinen und solchen, die montags keine Zeit haben, sei der Besuch der ebenfalls offenen Schreibberatung von Frau Monika Beck M.A. empfohlen (Schreibberatung der Philosophischen Fakultät, dienstags von 16-18 Uhr).

 

 

 

 

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2021 - 31.01.2022) - 2421.00.90 (Z 23)

Verantwortlichkeit: