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Aktuelle Lehre

BBM 4d / MGM 4a/b / MFM 4a/b Rhetorik im (Uni-)Alltag

Rhetorik begegnet uns täglich überall: in der Werbung, bei Verkaufsgesprächen, in politischen Reden, beim Arzt, in Sachdebatten, Interviews, Talk-Shows, in der Familie, beim Flirten, aber auch bei Konflikten mit Freunden, gerichtlichen Auseinandersetzungen, Verhören etc.

Und auch in der Universität reden wir mit Kommiliton:innen, hören Vorlesungen, diskutieren in Seminaren, lassen uns von Dozierenden beraten, arbeiten in Gruppen zusammen, halten Referate, wollen mündliche Prüfungen möglichst gut bestehen, und bewerben uns schließlich um
Praktika, feste Mitarbeiter:innen-Stellen etc.

In dieser Veranstaltung werden wir uns nach dem Wunsch der Teilnehmenden mit ausgewählten Bereichen beschäftigen, Beispiele analysieren, Hintergrundtheorien rezipieren und diskutieren und unsere Ergebnisse als rhetorische Ratgeber in Form von Podcasts produzieren.

Im Sinne der Kooperativen Rhetorik werden Bachelor- und Masterstudierende in Teams produktiv zusammenarbeiten.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 07.04.2022 - 14.07.2022) - 2321.U1.75 (Z 16)

BBM 4d / MGM 4a/b / MFM 4a/b Sprechwerkstatt: Von Reisefieber und Fernweh - Wir sprechen literarische Texte

Von klassischer Reiselyrik über Poetry Slam bis hin zur bissigen Satire über All Inclusive-Urlauber auf Mallorca: Das Reisen und die Sehnsucht danach ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein Motiv, das sich durch die Werke zahlreicher Autor:innen zieht. In diesem Seminar wollen wir uns diesen literarischen Texten praktisch zuwenden.
Die Studierenden werden im Kurs die Möglichkeit haben, sich selbst auf die Bühne und ans Mikrofon zu wagen. Dazu werden sie sich in Gruppen- und Einzelübungen verschiedenen Aspekten der ästhetischen Kommunikation annähern. Zentral wird die Beschäftigung mit den künstlerischen Texten sein, die die Studierenden mit ins Seminar bringen. Auch selbstgeschriebene Gedichte, Kurzgeschichten oder Satire-Stücke sind herzlich willkommen. Angeleitet und durch individuelles Feedback begleitet, werden die Teilnehmenden die verschiedenen Arbeitsschritte bis zum Vortrag ihres Texts durchlaufen – von der Textarbeit über ein Warm-up bis hin zur Präsentation vor dem Kurs. Am Ende werden wir die Vorträge gemeinsam im Medienlabor einsprechen.

  • 10:00 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa und So, 25.06.2022 - 26.06.2022) - 2421.U1.21 (Z50)
  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 02.07.2022 - 02.07.2022) - 2421.U1.21 (Z50)

BFM1-1a / BFM1-2a; BFM 1a/b; BFM 4a/b - Begriffsgeschichten

<p>In den Begriffen, die wir tagtäglich verwenden, bilden wir unser Verständnis der Wirklichkeit, geben ihr aus unserer Sicht perspektivisch geprägte Deutungen und Wertungen. Bestimmte, überindividuelle Vokabeln leiten dabei unser Denken und Handeln und prägen auch unser Lebensverständnis (z. B. in 'Autonomie', 'Angst', 'Effizienz', 'Demokratie', 'Leistung', '(Menschen-)Würde', 'Nachhaltigkeit', 'Gleichheit', 'Freundschaft' u.v.a.m.). Diese Begriffe stehen einerseits begriffsgeschichtlich in einer vielfältigen und teilweise weit zurückreichenden Bedeutungstradition, andererseits scheinen sie aktuell oft – ihre Geschichte mehr oder minder bewusst ausblendend – nahezu beliebig verwendet zu werden. Da die Mitglieder und Gruppen einer Gesellschaft die 'Realität' aber unterschiedlich sehen und interpretieren, werden im Gebrauch der Sprache auch Missverständnisse und Kontroversen erzeugt. Gelegentlich entsteht gar die Gefahr, einem ideologisch verstellten Deutungsanspruch allzu gängiger bzw. zum Teil verschleiernder Begrifflichkeit im Diskurs zu erliegen.Welche Vokabeln prägen unsere Geschichte und unsere heutige Zeit? Wie lassen sich diese historisch verstehen und dazu mit sprachwissenschaftlichen Mitteln nacherzählen? Im Seminar wird der Frage nachgegangen, wie durch Sprache eine bestimmte Sicht der Gegenwart konstruiert und vermittelt wird und wie Sprachverwendungen und die daraus entstehenden Kontroversen adäquat verstanden, dargestellt und kritisch aufgeklärt werden können. Da wir selbst alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer (mindestens) einer Sprachgemeinschaft sind, wird auch die Sicht des bzw. der Einzelnen und damit seine bzw. ihre Spracherfahrung eine wichtige Rolle spielen können.Einen BN erwerben Sie durch ein Referat bzw. - wenn möglich - eine Gruppenarbeit. </p>

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 06.04.2022 - 13.07.2022) - 2421.U1.21 (Z50)

BFM1-1a / BFM1-2a; BFM 1a/b; BFM 4a/b - Konnektoren in der Mündlichkeit

Das komplexe Verhältnis zwischen Haupt- und Nebensätzen ist gerade in der gesprochenen Sprache häufig eine Herausforderung für eine adäquate grammatische Beschreibung und Erklärung. Das betrifft nicht zuletzt syntaktische Auffälligkeiten bei Konnektoren wie "weil", "obwohl", "wobei", "wenn", "auch wenn" und "dass", die in den letzten Jahrzehnten immer wieder diskutiert worden sind und zum Teil auch Ausgangspunkt von Versuchen waren, neue Konzepte für die Analyse der mündlichen Syntax zu entwickeln (vgl. zum Beispiel Operator-Skopus-Strukturen und Projektor-Konstruktionen). In dieser Veranstaltung wollen wir uns zum einen mit den Grundlagen einer Analyse komplexer Sätze im gesprochenen Deutschen vertraut machen, und zum anderen wollen wir uns einige einschlägige Untersuchungen zu Konnektoren in der Mündlichkeit anschauen und ihre Ergebnisse gemeinsam diskutieren.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 04.04.2022 - 11.07.2022) - 2421.00.90 (Z 23)

Forschungskolloquium für DoktorandInnen

Im forschungsorientierten Doktorandenkolloquium sollen derzeit in Arbeit befindliche Promotionsvorhaben und Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert
werden.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 05.04.2022 - 12.07.2022) - 2453.01.81

MFM 1a/b; MFM 4a/b - Kommunikative Gattungen

Das auf Arbeiten des Soziologen Thomas Luckmann aus den 1970er Jahren zurückgehende Konzept der "kommunikativen Gattung" trägt dem Umstand Rechnung, dass sowohl Texte als auch Gespräche durch wiederkehrende formale und funktionale Routinen gekennzeichnet sind, die auf komplexe Muster hindeuten, an denen sich die Interagierenden wahrnehmbar orientieren. Seit den 1980er Jahren wurde das Konzept der kommunikativen Gattungen sowohl in der Konversationsanalyse als auch in der linguistischen Gesprächsforschung zunehmend rezipiert. Das Ergebnis sind eine Vielzahl an gattungstheoretischen Untersuchungen zu kommunikativen Aktivitäten wie zum Beispiel Klatschgesprächen, Konversionserzählungen, Vorwurfsaktivitäten, Bewerbungsgesprächen, Lästern, Tischgesprächen und Interviews. In dieser Veranstaltung wollen wir zum einen der Frage nachgehen, welche Eigenschaften kommunikative Gattungen auszeichnen und auf welchen analytischen Ebenen sie untersucht werden können. Zum anderen wollen wir uns auf der Grundlage einschlägiger Untersuchungen gemeinsam einige Beispiele für gattungstheoretische Untersuchungen aus dem Bereich der linguistischen Gesprächsanalyse anschauen und sie diskutieren.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 05.04.2022 - 12.07.2022) - 2421.U1.21 (Z50)

MGM 1a/b; MGM 4a/b - Frame-Semantik 2.0 - Von der Theorie zur Anwendung

Die Frame-Semantik geht davon aus, dass die Bedeutungen von Wörtern und anderen sprachlichen Einheiten auf Wissensrahmen (Frames) basieren. So gehören die Verben helfen und unterstützen, die Nomen Hilfe und Unterstützung sowie die Wendungen sich nützlich machen und zur Hand gehen demselben Frame – man könnte sagen: dem 'Helfen'-Frame – an, da sie semantisch nah beieinander liegen. Die Frame-Semantik ist jedoch nicht nur eine Theorie, die die Struktur unseres semantischen Wissens erklären möchte, sie ist auch eine Methode, mit der sich Bedeutungen über alle sprachlichen Ebenen hinweg (Morpheme, Wörter, Wortbildungen, Phrasen, Konstruktionen, Sätze, Texte, Diskurse usw.) beschreiben lassen.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit einigen theoretischen Grundlagen der Frame-Semantik. Der Fokus wird dabei auf dem für das Englische entwickelten FrameNet liegen (https://framenet.icsi.berkeley.edu/fndrupal/), einer reichen Datenbank an Frames und Beziehungen zwischen Frames. Im Anschluss daran widmen wir uns konkreten Anwendungsperspektiven der Frame-Semantik und eruieren, wie sich ihre vielfältigen theoretischen Ausprägungen auf authentische sprachliche Phänomene anwenden lassen. Ein Exkurs in methodische Fragen der Datengewinnung und -auswertung (insbesondere Korpusrecherchen und Annotation) soll die Anwendung der Frame-Semantik für eigene kleine Analyseprojekte (z.B. in Hausarbeiten) abrunden.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 06.04.2022 - 13.07.2022) - 2421.00.90 (Z 23)

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