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Deutsche Grammatik instruktiv. Eine philosophisch-anthropologische Einführung
Diese Einführung bietet Studierenden und Forschenden der Sprachwissenschaft einen innovativen Zugang zum Denken über Grammatik: Diese muss nicht als abgeschlossenes und von anderen menschlichen Erfahrungsbereichen isoliertes System präsentiert werden, in dem Elemente bestimmten Klassen zugeordnet werden, im Satzzusammenhang bestimmte Funktionen einnehmen und nur nach bestimmten Regeln verknüpft werden können. Der alternative Zugang der Instruktionsgrammatik ist neuartig und programmatisch disziplinenübergreifend: Er begreift sprachliche Äußerungen als geordnete Anleitungen (Instruktionen) zum simulativen Nach-Vollzug von Erlebnissen und von sozialen Zuschreibungen. Von diesem Grundgedanken ausgehend entwickelt die Einführung Schritt für Schritt die Leistung der Grammatik als ordnenden Steuerungsmechanismus für den Erlebnisnachvollzug und das Handeln. Sie bedient sich dabei zahlreicher lebensnaher Beispiele und bietet abschnittsweise Übungsaufgaben, Zusatzinformationen und Anregungen zum Weiterdenken.
"Der Mensch und seine Grammatik" im Open Access!
Welchen Stellenwert hat die Kenntnis einer Grammatik für unser menschliches Selbst- und Weltverhältnis? Und wofür braucht es Grammatik überhaupt, wenn grammatische Mehrdeutigkeit ohnehin meist unbemerkt bleibt und selten ein Verstehensproblem darstellt? Im vorliegenden Buch präsentiere ich eine empirisch fundierte anthropo-logische These, die auf diese Fragen eine umfassende Antwort gibt. In vier Kapiteln entwickle ich anhand konkreter Phänomene eine Perspektive auf das sprachliche und nichtsprachliche Verstehen, die sowohl der leiblichen Existenz des Menschen als auch der Grammatizität seiner Sprache Rechnung trägt.