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Hausarbeiten

Zur Form germanistischer Arbeiten

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Germanistik
Germanistik III/ Germanistische Mediävistik

Richtlinien für die Einrichtung von Hausarbeiten

Für die formale Gestaltung von Hausarbeiten gibt es verschiedene Systeme, die sich in der Zitationsweise, der Nutzung und Gestaltung von Fußnoten und den bibliographischen Systemen stark unterscheiden können. Die einzelnen Fachdisziplinen haben ihre je eigenen Konventionen entwickelt. So bestehen deutliche Unterschiede zwischen sprachwissenschaftlichen und literaturwissenschaftlichen Systemen.

Für Ihre Hausarbeiten in der germanistischen Mediävistik orientieren Sie sich bitte an den folgenden Hinweisen.

Gestaltung der Elemente einer wissenschaftlichen Hausarbeit

Grundlegendes:
Die Prüfungsordnungen sehen für Ihre Arbeiten folgende Richtwerte für den Umfang vor:

  • Hausarbeit im Bachelor-Studium: ca. 10 bis 20 Textseiten (3000 bis 6000 Wörter)
  • Bachelorarbeit: ca. 30 Textseiten (9000 Wörter)
  • Hausarbeit im Master-Studium: ca. 15 bis 25 Textseiten (4500 bis 7500 Wörter)
  • Masterarbeit: ca. 80 Seiten (24000 Wörter)

Hausarbeiten werden in Schnellheftern, Abschlussarbeiten fest gebunden abgegeben.

1.) Titelblatt

Bitte achten Sie auf die Vollständigkeit und richtige Platzierung folgender Angaben:

Oben links erfolgen Angaben zur Herkunft der Arbeit:
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Germanistik / Abt. III Germanistische Mediävistik
Seminarart: Seminartitel
Dozent/Dozentin
Semester der Veranstaltung

Mittig und in herausgehobener Schriftgröße folgen:
Titel
Untertitel

Unten links stehen die Angaben zum Verfasser/Verfasserin der Arbeit:
Vorname Name 
Studiengang mit Semesterangabe
Anschrift
E-Mail-Adresse

Matrikelnummer
Abgabedatum:

2.) Inhaltsverzeichnis

Ihr Inhaltsverzeichnis zählt alle Elemente der Hausarbeit auf und verweist auf die jeweiligen Seitenzahlen. Abstrakt besteht eine Hausarbeit aus folgenden Elementen: Einleitung, Haupt- bzw. Analyseteil (s.u.), Fazit, Literaturverzeichnis und der Eidesstattlichen Versicherung.

Den Haupt- bzw. Analyseteil gliedern Sie entsprechend Ihrer Untersuchungsschritte durch einzelne Kapitel und ggf. durch Unterkapitel, die jeweils aussagekräftige Überschriften erhalten.

Nutzen Sie zur Nummerierung arabische Ziffern (1., 1.1, 1.2, 2.1 usw.).

3.) Hauptteil

3.1 Seiteneinrichtung:

  • Blocksatz
  • Seitenränder: links 3 cm; rechts 3,5 cm; oben 3 cm; unten 3 cm
  • Schriftgröße: 12 pt (meist Times New Roman)
  • Zeilenabstand: 1,5 cm
  • Fußnoten: 10 pt; 1,0 Abstand

3.2 Zitation:

Grundsätzlich gilt das Prinzip der punktgenauen Zitation und der zuverlässigen Dokumentation.

Im Einzelnen gilt:

a.) Zitate aus der Forschungsliteratur:

  • Zitate werden in doppelte Anführungszeichen gesetzt
  • Zitate, die drei Zeilen oder mehr umfassen, werden linksbündig  eingerückt
  • Auslassungen und Ergänzungen werden durch eckige Klammern […] kenntlich gemacht.
  • Stellennachweis erfolgt über Fußnoten (s.u.).
  • Inhaltliche Übernahmen ohne wörtliches Zitat werden immer belegt, da sonst der Verdacht auf ein Plagiat entsteht. Die entsprechende Fußnote beginnt mit „Vgl.“.

b.) Zitate aus den mhd. Primärtexten:

  • Zitate aus dem Mhd. werden kursiv, ohne Anführungszeichen gesetzt.
  • Bis zu drei Verse können im Fließtext zitiert werden. Die Versgrenzen werden mit „/“ markiert.
  • Längere Zitate werden eingerückt. Die einzelnen Verse werden linksbündig abgesetzt (jeder Vers eine eigene Zeile).
  • Stellennachweis erfolgt über Fußnoten.
  • Bei häufiger Zitation aus einem Primärtext, erfolgt beim ersten Zitat nach der Nennung der Ausgabe in der Fußnote der Hinweis: „Im Folgenden werden die Versangaben direkt im Anschluss an das Zitat gegeben.“ Diese werden dann im weiteren Verlauf der Arbeit  direkt im Anschluss an die Zitate in Klammern gegeben. Falls mehrere Primärtexte häufig zitiert werden, erfolgt dies  mit Werktitel für die eindeutige Zuordnung: (Parzival, V. 4567-4569)

3.3 Fußnoten

  • Wird ein Forschungstitel oder ein Primärwerk zum ersten Mal angegeben, geschieht dies mit dem vollständigen Titel (vgl., für die unterschiedlichen Formate auch die Beispiele unter Punkt 4.1 und 4.2):

Nachname, Vorname: Titel. Untertitel. Ergänzende Angaben. Ort Jahr (Reihe), Seitenzahlen.

  • Bei allen weiteren Erwähnungen reicht ein sinnvoller Kurztitel mit Verweis auf die Fußnote, in der der Titel zum ersten Mal genannt wurde:

Nachname, Hauptwort des Titels, Seitenzahlen.

  • Bei Nennung eines Titels in zwei unmittelbar folgenden Fußnoten genügt der Verweis „ebd., S. ?“

4.) Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis trennt man grundsätzlich zwischen Primärliteratur (Ausgaben der mhd. Primärtexte) und Forschungsliteratur (Monographien, Aufsätze, Lexikonartikel, Rezensionen).

Die folgenden Muster sind Idealtypen, manchmal sind kleine Abweichungen nötig. Vgl. dazu die Beispiele im Anschluss.

4.1 Primärliteratur

Autorname, Werktitel. Weitere Angaben. Hrsg. (übers., komm.) von Vorname Name. Ort Jahr (Reihe)

Wirnt von Grafenberg: Wigalois. Text der Ausgabe von J.M.N. Kapteyn. Übersetzt, erläutert und mit einem Nachwort versehen von Sabine Seelbach und Ulrich Seelbach, Berlin und New York 2005, S. 3.

4.2 Forschungsliteratur
Die Forschungsliteratur wird grundsätzlich alphabetisch sortiert. Unterschiedliche Formate der Forschungsliteratur machen unterschiedliche Formen der bibliographischen Angaben erforderlich:

  • Monographien

Angaben:

Name, Vorname: Titel, Untertitel.Aufl., [evtl. Verlag] Ort Jahr.

Beispiel:

Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. 8., völlig neubearb. Aufl., Stuttgart und Weimar 2004.

  • Aufsätze in Sammelbänden

Angaben:

Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: Vorname Name (Hrsg.): Titel. Untertitel. Auflage, Ort Jahr, Seitenangaben des gesamten Aufsatzes.

Beispiel:

Egidi, Margreth/ Wedell, Moritz: Perspektiven einer Poetik der Liebesgabe. Einleitung. In: Margreth Egidi u.a. (Hrsg.): Liebesgaben. Kommunikative, performative und poetologische Dimensionen in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Berlin 2012, S. 9-31.

  • Aufsätze in Zeitschriften

Angaben:
Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: Zeitschrift Bandzahl (Jahr), Seitenangaben des gesamten Aufsatzes.  

Beispiel:

Toepfer, Regina: Spielregeln für das Überleben. Dietrich von Bern im ‚Nibelungenlied‘ und der ‚Nibelungenklage‘. In: ZfdA 141 (2012), S. 310-334.

  • Artikel in Lexika

Angaben:
Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: AuflageTitel des Lexikons Band (Jahr), Spalte(n).

Beispiel:
Wolff, Ludwig / Schröder, Werner: Art. Heinrich von Veldeke. In: 2VL Bd. 3 (1981), Sp. 899-918.

  • Rezensionen

Angaben:
Nachname, Vorname des Verfassers der Rezension: Rez: zu Vorname Nachname: ‚Haupttitel des rezensierten Buches‘. In: Name der Zeitschrift Bandzahl (Jahr), Seitenangaben der gesamten Rezension.

Beispiel:
Nellmann, Eberhard: Rez. zu Christoph Cormeau/ Kurt Gärtner (Hrsg.): ‚Hartmann von Aue. Erec‘. In: ZfdA 119 (1990), S. 239-248.

  • Internetquellen

Angaben:
Verfassername, Vorname: Titel [In: evtl. Pfadangabe] URL (Datum der letzten Überprüfung).

Beispiel:
Hofmeister, Wernfried: Filmreifes Sterben im „Nibelungenlied“: Intermediale Beobachtungen zur Mythisierung von Hagens Bluttat an Siegfried zwischen mittelalterlicher Diegese und cineastischer Narration. In: Perspicuitas: Internet-Periodicum für mediävistische Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft (Januar 2015) www.unidue.de/imperia/md/content/perspicuitas/hofmeister_nibelungen.pdf (13.03.2015).

5.) Eidesstattliche Versicherung

Der Hausarbeit ist folgende Erklärung mit Datum und Unterschrift anzufügen:

"Ich versichere, dass ich die schriftliche Hausarbeit – einschließlich beigefügterZeichnungen, Kartenskizzen und Darstellungen – selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe. Alle Stellen der Arbeit, die dem Wortlaut oder dem Sinne nach anderen Werken einschließlich dem Internet (z.B. World Wide Web) entnommen sind, habe ich in jedem einzelnen Fall unter Angabe der Quelle deutlich als Entlehnung kenntlich gemacht."

Datum/ Unterschrift

 

Die Informationen finden Sie als PDF-Datei undefinedhier.

Verantwortlichkeit: