Unsere Forschung

Zentraler Gegenstandsbereich der Germanistischen Abteilung IV/Mündlichkeit ist der öffentliche Sprachgebrauch an der Schnittstelle von konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Die Forschungsschwerpunkte liegen in folgenden Bereichen:

1. Gesprächsforschung

  • Seit dem Wintersemester 2014 wird im Lehrförderungsfonds-Projekt „Lehr- und Lernplattform für terminologisches Grundwissen der Gesprächs- und Diskurslinguistik“ eine lernerspezifische Online-Plattform aufgebaut, die terminologisches Grundwissen der Gesprächs- und Diskursforschung vollständig lexikographisch erfasst sowie didaktisch angemessen erklärt. Methodologisch basiert das Projekt auf lexikographischen Verfahren, die im BerkeleyerundefinedFrameNet-Projekt entwickelt worden sind. Die Realisierung erfolgt teilweise in Kooperation mit Hans C. Boas (Texas, Austin) und dem undefinedG-FOL-Projekt sowie dem Berkeleyer FrameNet. Das von Prof. Dr. Alexander Ziem geleitete Projekt wird unter der Mitwirkung von Anastasia Neumann verwirklicht. Detaillierte Informationen können der Projektbeschreibung entnommen werden.
  • Seit dem Sommersemester 2015 wird im Lehrförderungsfonds-Projekt „Gesprächstranskripte für die Lehre: Korpusaufbau und -aufbereitung im curricularen Kontext“ ein lerner- und curriculumsspezifisches digitales Korpus transkribierter Gespräche aufgebaut, das zum einen als Datengrundlage für Seminare in der germanistischen Abteilung IV/Mündlichkeit dient und zum anderen von Studierenden für eigene empirische Analysen genutzt werden kann. Das von undefinedDr. Robert Mroczynski und Univ.-Prof. Dr. Alexander Ziem geleitete Projekt wird unter der Mitarbeit von Bernhard Ost in einem Zeitraum von drei Semestern realisiert. Detaillierte Informationen zum können der Projektbeschreibung entnommen werden.
  • Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Untersuchung von Arzt-Patienten-Kommunikation (in Zusammenarbeit mit dem undefinedKlinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der HHU) hinsichtlich von Positionierungsaktivitäten und interkulturellen Fragestellungen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde im Jahr 2013 die Pilotstudie "Interkulturelle (Gesprächs-) Kompetenz in der psychosomatischen Grundversorgung" im übergeordneten Projekt "Fit für kommunale Diversität: interkulturelle Kompetenz für kommunale, soziale und klinische Arbeitsfelder“ erfolgreich abgeschlossen.  Eine zusammenfassende Darstellung findet sich im Uni-Magazin (2015/2).
  • Die neueren Arbeiten von Prof. Dr. Alexander Ziem und undefinedDr. Robert Mroczynski sind an der Schnittstelle von Gesprächslinguistik und kognitiver Semantik situiert. Sie setzen ihren Fokus dabei unter anderem auf zwei Punkte: Einerseits wird versucht, die ethnomethodologisch orientierte Gesprächslinguistik und die individuell-mental orientierte kognitive Semantik theoretisch anzunähren. Andererseits werden kognitiv-semantische Kategorien (Frames, Mental Spaces, Blending) zur Analyse der Bedeutungskonstitution in Gesprächen eingesetzt. Im Rahmen dieser Forschungsrichtung fand unter anderem am 07.-08.12.2015 in Düsseldorf die Tagung "undefinedKognition und Konversation: von der Interaktion zur sprachlichen Bedeutung" statt. 

2. Sprechwissenschaft und Rhetorik

  • Im Bereich der Sprechwissenschaft und Rhetorik stehen Vermittlungsprozesse in der mündlichen Kommunikation (insbesondere Rederhetorik, Gesprächsführung), Artikulatorische Phonetik und Sprechtherapie im Fokus. Details können der Seite von undefinedDr. Marita Pabst-Weinschenk und den undefinedSprechkontakten entnommen werden. 

3. Diskursforschung

4. Kognitive Linguistik und Konstruktionsgrammatik

  • Im Bereich der kognitiven Semantik und Konstruktionsgrammatik wird untersucht, wie sprachliche Bedeutungen unterschiedlicher Komplexität (Morpheme, komplexe Wörter und Phraseme) in unserem Geist entstehen und wie sprachliches Wissen in unserem Geist "repräsentiert" ist. In Alexander Ziems neueren Arbeiten zur kognitiven Semantik rücken text- und kognitionslinguistische Fragestellungen zur Konnektivität in Texten in den Mittelpunkt, die am Beispiel von assoziativen Anaphern untersucht werden. Seine Studien zur Konstruktionsgrammatik befassen sich am Grenzbereich Semantik/Pragmatik unter anderem mit der gemeinsamen Realisierung von Argumentstrukturen, der theoretischen Integration framesemantischer, konstruktionsgrammatischer und sozial-kognitiver Ansätze sowie dem Entwurf eines "Konstruktikons". Weitere Details können der Seiten des Arbeitskreises undefined"Konstruktionsgrammatik des Deutschen" entnommen werden.

5. Graduiertenkolleg

  • Seit 2011 leitet Univ.-Prof Dr. Alexander Ziem das Integrierte Graduiertenkolleg  SToRE  zum Sonderforschungsbereich 991 „Die Struktur von Repräsentationen in Sprache, Kognition und Wissenschaft“. In SToRE werden regelmäßig Stipendien („international fellowships“) für Promovenden ausgeschrieben, die für 6-12 Monate im SFB 991 mitarbeiten möchten. Das interdisziplinär ausgerichtete Forschungsprojekt befasst sich auf der Basis der Frame- und Kognitionstheorie von Lawrence Barsalou mit der grundlagentheoretischen Weiterentwicklung von Frames und der Anwendung in Linguistik, Philosophie, Wissenschaftstheorie, Psychologie, Psychiatrie und Neurologie.
  • Das Graduiertenkolleg SToRE ermöglicht den Doktoranden neben einer intensive Betreuung ihrer Dissertationsvorhaben die Teilnahme an einem begleitenden Studienprogramm, in dessen Rahmen unter anderem Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten und Workshops angeboten werden. Einzelheiten können der undefinedWebsite entnommen werden.

Details entnehmen Sie bitte den persönlichenundefined Webseiten der MitarbeiterInnen.

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