Studierende organisieren transkulturelles Festival auf dem Worringer Platz

Höhepunkt eines forschungsintensiven HHU-Projekts – Workshops für Besucher

Vom 8. bis zum 11. September jeweils zwischen 11 und 18 Uhr wird es bunt, kreativ, unterhaltsam und vor allem lehrreich im und am Glashaus (Rezeption) auf dem Worringer Platz: Denn im Rahmen des Projektes „Quo Vadis – Migration, Comic und Fluchtästhetiken“ organisieren hier über 20 Studierende der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf unter der Leitung von Dr. Angela Weber ein viertägiges transkulturelles Festival, das das Thema Migration und Flucht ins Bewusstsein der Düsseldorfer Einwohnerschaft rücken möchte.

Das transkulturelle Festival ist der zweite Teil eines HHU-Projektes und bildet gleichzeitig den Höhepunkt und Abschluss einer umfangreichen Forschungsreihe. Im ersten Teil des Projektes haben Studierende der HHU und der Fachhochschule Düsseldorf an sechs Kooperationsschulen in Nordrhein-Westfalen mit Schülern im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren Comics zu den Themen Migration, Heimat, Rassismus und Mehrsprachigkeit gezeichnet. Die Ergebnisse wurden schließlich im laufenden Sommersemester ausgewertet, analysiert und vertont und sollen nun final auf dem Festival vorgestellt werden.

Während des viertägigen Veranstaltungsmarathons gibt es allerdings noch eine Vielzahl von weiteren Angeboten zu entdecken. Passend zum Motto „Wissenschaft lebendig machen“ organisieren die Studierenden in stündlichen Intervallen zahlreiche praxisbezogene Workshops: Unter anderem werden Interviews mit Flüchtlingen veröffentlicht und Vorträge gehalten, Live-Performances in selbstentworfenen Kostümen aufgeführt, Comics gezeichnet und auch ein Kinderschminken, bei dem die Studierenden die Figuren aus den analysierten Comics in die Gesichter der kleinen Besucher malen, angeboten. Ebenfalls geplant sind Lesungen aus einem Sammelband, der parallel zum Projekt entstanden ist und erstmals im Rahmen des Festivals der Öffentlichkeit als Rohling präsentiert werden soll. Darin enthalten sind Statements und Essays von Studierenden, Comics der Schüler sowie Gedanken von diversen Forschern, die sich mit der Thematik Migration und Integration auseinandergesetzt haben.

Ein Ziel des transkulturellen Festivals ist es, Menschen zu verbinden und einen interkulturellen Austausch zu schaffen.
Dafür haben sich die Organisatoren etliche Institutionen der Stadt Düsseldorf mit ins Boot geholt. Das „Theater der Klänge“ in Person von Jacqueline Fischer hilft beispielsweise bei der Gestaltung des Platzes und der Durchführung der Live-Performances, das „zakk Kulturzentrum“ veranstaltet ein „Welcome Café“ und auch diverse ansässige Gastronomen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Des Weiteren werden zahlreiche Schulklassen aus der Stadt und der Region zum Festival erwartet.

Der Startschuss des interkulturellen Festivals fällt mit der Begrüßung am Donnerstagmorgen des 8. Septembers um 11 Uhr, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Am Samstagabend ab 20 Uhr steigt als vorläufiger Höhepunkt im anliegenden WP8 ein großer Partyabend. Das geplante Ende des Festivals ist am Sonntag um 17 Uhr.

Aktuelle Information zum Projekt gibt es im Netz unter www.projekt-quovadis.de.

Weiterführende Informationen und einen Programmablauf gibt es hier und hier als PDF-Dateien.

Schulklassen, die dem Festival ebenfalls beiwohnen möchten, melden sich vorab unter undefinedweberan(at)phil.uni-duesseldorf.de (Angela Weber).

 

 

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