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Internationale Tagung - „Literatur in der Medienkonkurrenz"

Literatur in der Medienkonkurrenz

Medientranspositionen 1800 - 1900 - 2000

 

  • 16.-18. Juni 2016
  • Haus der Universität

Im Anschluss an jüngere Theorien zur Interaktion von Literatur und anderen Medien – besonders die einflussreichen Forschungen des kürzlich verstorbenen Friedrich Kittler zu den diskursiven, medientechnologischen und sozialgeschichtlichen Bedingungen der „Aufschreibesysteme“ um 1800 bzw. 1900 – widmet sich die Tagung der Frage, wie sich Literatur auf der einen Seite und klassisch-moderne Medien wie Grammophon, Film, Radio sowie die digitalen Medien des globalen Zeitalters auf der anderen Seite wechselseitig beeinflussen, ergänzen und in Frage stellen. Dabei soll vor allem die Rolle der Literatur als eines heute zuweilen bedroht scheinenden Mediums, das über lange Zeit alleiniges Leitmedium gewesen ist, in den Blick genommen werden.

Die Tagung wird gefördert durch die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

 

Programm

Flyer

Donnerstag, 16. Juni

15.00

Volker C. Dörr/         

Rolf J. Goebel                   

Eröffnung der Tagung

15.30

Volker C. Dörr 

(Düsseldorf)                

Goethe: Kritik der Einbildungskraft

 

16.15

                    

Kaffeepause

 

16.45

Tanja Prokic 

(Dresden)

Nachrichten vom Neuen Sehen – Phantastische Medienkonstellationen 1800/1900

17.30

Henriette Herwig 

(Düsseldorf)

Intermedialität in Heinrich Heines Florentinischen Nächten

 

18.15

 

Pause

 

19.00

Jochen Hörisch

(Mannheim)                                        

 

Abendvortrag: Medienmetaphern – Vom Buch der Bücher zur Vernetzungssymbolik

 

 Freitag, 17. Juni 

 9.30

Sigrid Nieberle        

(Dortmund)

German Litpics. Filmische Dispositive der Literatur 1900/2000

10.15 

Sibylle Schönborn
(Düsseldorf)     

 

Vom Tagebuch zum Blog

11.00

 

Kaffeepause

 

11.30

Rolf J. Goebel (Univ. of     Alabama in Huntsville)

Klang und Erinnerung. Zur Konkurrenz zwischen poetischem und medien-technologischem Gedächtnis

12.15

Carl Niekerk 
(Univ. of Illinois/

Urbana-Champaign)                      

Mozarts intermediale Imagination des Orients

13.00

 

Mittagspause

 

15.00

Matthias Bickenbach

(Köln)

„... noch nicht einmal Optik studiert“. Clemens Brentanos Medienästhetik

15.45

Sebastian Böhmer

(Halle)

Druckletterskulpturen. Christoph Martin Wieland entdeckt den reinen Signifikanten

 

15.45

 

Kaffeepause

 

17.00

Thomas Boyken

(Tübingen)

Medialität und Materialität des deutschsprachigen Gegenwartsromans am Beispiel von Clemens J. Setz’ Indigo (2012)

17.45

Daniela Doutch

(Köln)                                     

Spurenlese(n) im digitalen Zeitalter: Das imaginäre Fotoalbum und die Wahrheit der Bilder in Marcel Beyers Roman Spione (2000)

 Samstag, 18. Juni 

 9.30

Gundela Hachmann        

(Louisiana State Univ./
Baton Rouge)                      

Transmediale Spiele mit der Zeit: Vilém Flusser und 

W.G. Sebald

10.15 

Sebastian Leikert

(Saarbrücken)

Das iPhone als postmoderner Altar der Polymedialität

 

11.00

 

Kaffeepause

 

11.30

Holger Schulze 

(Kopenhagen)

Hermeneutik ist heilbar. Zur Poetik ubiquitärer Literatur

12.15

Ulrike Steierwald        

(Lüneburg)                     

Bodies revisited. Körperlichkeit in der Ästhetik der Gegenwart

 

13.30

 

Abschlussdiskussion 

14.30

 

Ende der Tagung

 

 

Anreise/Kontakt

Veranstaltungsort

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf

Anfahrt

U-Bahn: Haltestelle "Heinrich-Heine-Allee". 
Weitere Informationen zur Anreise finden Sie hier.

Kontakt

Prof. Dr. Volker C. Dörr/Prof. Dr. Rolf J. Goebel
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Germanistik
Tel.: +49 211 81-12950
doerr(at)phil.hhu.de

 

 

Transkulturelles Festival auf dem Worringer Platz

Studierende organisieren transkulturelles Festival auf dem Worringer Platz

Höhepunkt eines forschungsintensiven HHU-Projekts – Workshops für Besucher

Vom 8. bis zum 11. September jeweils zwischen 11 und 18 Uhr wird es bunt, kreativ, unterhaltsam und vor allem lehrreich im und am Glashaus (Rezeption) auf dem Worringer Platz: Denn im Rahmen des Projektes „Quo Vadis – Migration, Comic und Fluchtästhetiken“ organisieren hier über 20 Studierende der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf unter der Leitung von Dr. Angela Weber ein viertägiges transkulturelles Festival, das das Thema Migration und Flucht ins Bewusstsein der Düsseldorfer Einwohnerschaft rücken möchte. 

Das transkulturelle Festival ist der zweite Teil eines HHU-Projektes und bildet gleichzeitig den Höhepunkt und Abschluss einer umfangreichen Forschungsreihe. Im ersten Teil des Projektes haben Studierende der HHU und der Fachhochschule Düsseldorf an sechs Kooperationsschulen in Nordrhein-Westfalen mit Schülern im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren Comics zu den Themen Migration, Heimat, Rassismus und Mehrsprachigkeit gezeichnet. Die Ergebnisse wurden schließlich im laufenden Sommersemester ausgewertet, analysiert und vertont und sollen nun final auf dem Festival vorgestellt werden. 

Während des viertägigen Veranstaltungsmarathons gibt es allerdings noch eine Vielzahl von weiteren Angeboten zu entdecken. Passend zum Motto „Wissenschaft lebendig machen“ organisieren die Studierenden in stündlichen Intervallen zahlreiche praxisbezogene Workshops: Unter anderem werden Interviews mit Flüchtlingen veröffentlicht und Vorträge gehalten, Live-Performances in selbstentworfenen Kostümen aufgeführt, Comics gezeichnet und auch ein Kinderschminken, bei dem die Studierenden die Figuren aus den analysierten Comics in die Gesichter der kleinen Besucher malen, angeboten. Ebenfalls geplant sind Lesungen aus einem Sammelband, der parallel zum Projekt entstanden ist und erstmals im Rahmen des Festivals der Öffentlichkeit als Rohling präsentiert werden soll. Darin enthalten sind Statements und Essays von Studierenden, Comics der Schüler sowie Gedanken von diversen Forschern, die sich mit der Thematik Migration und Integration auseinandergesetzt haben.

Ein Ziel des transkulturellen Festivals ist es, Menschen zu verbinden und einen interkulturellen Austausch zu schaffen. 
Dafür haben sich die Organisatoren etliche Institutionen der Stadt Düsseldorf mit ins Boot geholt. Das „Theater der Klänge“ in Person von Jacqueline Fischer hilft beispielsweise bei der Gestaltung des Platzes und der Durchführung der Live-Performances, das „zakk Kulturzentrum“ veranstaltet ein „Welcome Café“ und auch diverse ansässige Gastronomen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Des Weiteren werden zahlreiche Schulklassen aus der Stadt und der Region zum Festival erwartet. 

Der Startschuss des interkulturellen Festivals fällt mit der Begrüßung am Donnerstagmorgen des 8. Septembers um 11 Uhr, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Am Samstagabend ab 20 Uhr steigt als vorläufiger Höhepunkt im anliegenden WP8 ein großer Partyabend. Das geplante Ende des Festivals ist am Sonntag um 17 Uhr

Aktuelle Information zum Projekt gibt es im Netz unter www.projekt-quovadis.de.

Weiterführende Informationen und einen Programmablauf gibt es hier und hier als PDF-Dateien.

Schulklassen, die dem Festival ebenfalls beiwohnen möchten, melden sich vorab unter weberan(at)phil.uni-duesseldorf.de (Angela Weber).

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenRedaktionsteam Germanistik