BBAM 2 / MMA 2: Kolloquium zur BA-/MA-Arbeit

Das Bachelor-/Master-Kolloquium soll es Ihnen erleichtern, Ihre Abschlussarbeiten zu verfassen und Ihnen in jeder Hinsicht (formal wie inhaltlich, von der Literaturrecherche über Themenwahl bis Ausarbeitung) Hilfestellung anbieten. Zudem sollen während der Sitzungen Ihre Themen vorgestellt und im Plenum diskutiert werden.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.04.2019 - 09.07.2019) - 2332.01.41
  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.06.2019 - 09.07.2019) - 2303.01.61 (Z 36)

BBAM 2 / MMA 2: Kolloquium zur BA-/MA-Arbeit

In diesem Seminar werden alle Teile der Bachelor- und Masterprüfung (mündliche Prüfung und Abschlussarbeit) detailliert vorbereitet und diskutiert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Verfassen der schriftlichen Arbeit, das in den einzelnen Arbeitsschritten von der Themenfindung über die Literaturrecherche, Konzeption und methodische Durchführung bis zur endgültigen Gliederung besprochen werden soll. Dieses Seminar sollte von allen, die sich von Prof. Schönborn oder Prof. Dörr prüfen lassen wollen, besucht werden.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2332.01.41
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 27.06.2019 - 11.07.2019) - 2302.U1.24 (Z 28)

BBAM 2: Kolloquium zur BA-Arbeit

Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden, die bei mir ihre Bachelorarbeit schreiben möchten. Im Kolloquium werden sowohl organisatorische und formale Fragen geklärt, als auch Konzepte entwickelt und diskutiert.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2332.00.66
  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 27.06.2019 - 27.06.2019) - 2611.HS 6C (Z 248)
  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 04.07.2019 - 04.07.2019)
  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 11.07.2019 - 11.07.2019)
  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 04.07.2019 - 04.07.2019) - 2207.U1.021
  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 11.07.2019 - 11.07.2019) - 2421.04.61 (Z20)

BBM 2c: (Literatur)theorien

Das Seminar führt zunächst in die Geschichte der Hermeneutik ein und gibt einen Überblick über gängige (Literatur)theorien. An ausgewählten Erzählungen sowie Forschungstexten soll der Nutzen der unterschiedlichen Theorien kritisch diskutiert werden. 

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2453.01.81

BBM 2c: Hermeneutik, Psychoanalyse, Poststrukturalismus

Als grundlegende ‚Kunst der Deutung‘ wird zunächst die Hermeneutik vorgestellt und auf ihre zentralen Kategorien Geist, Sinn und Interpretation hin untersucht. In diesem Kontext kommt dem Begriff des Subjekts eine besondere Bedeutung zu, die wir gemeinsam im Seminar erarbeiten wollen.

Ausgehend von Sigmund Freuds Instanzenmodell, wird im Anschluss die Psychoanalyse beleuchtet und ihre Zweckdienlichkeit für die Literaturwissenschaft überprüft und zur Diskussion gestellt. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf psychoanalytischen Literaturinterpretationen Freuds (z.B. Das Unheimliche, Dostojewski und die Vatertötung) gerichtet.

Ein Blick auf die Psychoanalyse Jaques Lacans leitet zum Poststrukturalismus über. Hier werden wir uns mit dem Einfluss poststrukturalistischer Theorien auf die Literaturwissenschaft befassen und Methoden wie Diskursanalyse, Gender Studies und Intertextualität näher untersuchen.

Sie lernen Kategorien der Methodologie in ihrer historischen Entwicklung kennen und diese zur Diskussion zu stellen. An ausgewählten Forschungstexten soll der Nutzen für das literaturwissenschaftliche Arbeitsfeld reflektiert und diskutiert werden.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2531.HS 5M (Z 110)
  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019)

BBM 2c: Keller: Das Sinngedicht

Dieses Seminar führt in verschiedene literaturtheoretische Ansätze ein und versucht sie am Beispiel von Gottfried Kellers Novellenzyklus "Das Sinngedicht" auf ihre jeweilige Reichweite hin zu überprüfen. Im Vordergrund der Auseinandersetzung werden Gender-Theorien und Ansätze des Postkolonialismus stehen. Außerdem werden wir ausgewählte Beispiele aus der Forschungsliteratur zu den Novellen einer kritischen Lektüre unterziehen.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2332.00.66
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 18.06.2019 - 18.06.2019)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 25.06.2019 - 25.06.2019)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 02.07.2019 - 02.07.2019)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 09.07.2019 - 09.07.2019)

BBM 2c: Kleists Erzählungen, methodologisch

Die Erzählungen Heinrich von Kleists eignen sich wie kaum andere dazu, an ihnen unterschiedliche literaturtheoretische Modelle vorzustellen und für die Praxis nutzbar zu machen. Dies liegt an der großen Spannbreite der methodischen Ansätze, die vor allem in den letzten Jahrzehnten an Kleist herangetragen worden sind: von der Psychoanalyse über die Dekonstruktion bis zum Postkolonialismus. Im Seminar sollen, neben Kleists Erzählungen „Die Verlobung in St. Domingo“, „Das Erdbeben in Chili“ und „Die Marquise von O…“, vordringlich Schlüsseltexte der Forschung kritisch diskutiert werden.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BBM 2c: Literaturtheorien

Das Seminar führt in verschiedene literarische Theorien und Methoden (etwa Hermeneutik, Intertextualität, Gender Studies, Poststrukturalismus) ein. Diese werden daraufhin auf ausgewählte literarische Texte angewendet.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BBM 2c: Literaturtheorien am Beispiel Arthur Schnitzler

Eine fundierte literaturwissenschaftliche Arbeit am Text erfordert solide methodologische Kenntnisse und Fähigkeiten. Im Sinne dieser Notwendigkeit gibt das Seminar einen Überblick über folgende Methoden der Textanalyse und Textinterpretation: klassische Hermeneutik, poststrukturalistische Ansätze, Methoden der feministischen Literaturwissenschaft und Gender Studies und Methoden postkolonialer Literaturkritik. Aufbauend auf den im ersten Schritt erworbenen theoretischen Kenntnissen werden diese im zweiten Schritt an konkreten literarischen Beispielen an ausgewählten Novellen des Autors Arthur Schnitzler erprobt und auf ihre sinnvolle Anwendbarkeit überprüft. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Methode, so dass die Frage nach den Kriterien einer begründeten Entscheidung zugunsten eines konkreten Ansatzes beantwortet werden kann.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2302.U1.21 (Z 55)

BBM 2d/BBM 4d/BFM 2b/BFM 4b: Projektseminar 'Woraus wird Morgen gemacht sein?' (Workshop zum Zukunftscamp)

Der Mythos lebt. Das Bauhausjubiläumsjahr 2019 nimmt Fahrt auf. Auch wir haben uns spätestens seit dem WiSe 2018/2019 in den Bann des Bauhauses ziehen lassen und die Frage gestellt, wie das historische und politische Potenzial des Bauhauses als Denkbild ins Jetzt überführt und für die Zukunft produktiv werden kann.

Ausgehend von der Fragestellung „Woraus wird Morgen gemacht sein?” und motiviert von dem Gedanken, wie wir selbst aktiv an der Gestaltung dieses Morgens teilhaben können, haben Studierende gemeinsam mit Schüler*innen Möglichkeitsräume eröffnet, an denen dieses Teilhabepotenzial entdeckt und erprobt werden konnte. Dabei wurden vielzählige spannende (Kreativ- und Austausch-)Prozesse in Gang gesetzt, die es nun öffentlichkeitswirksam zu präsentieren gilt.

Während eines zweitägigen Think-Tank werden wir uns zunächst mit den politischen Dimensionen von Design – im Sinne von Social Design – auseinandersetzen, um dann selbst gestaltend tätig zu werden.

Im Rahmen des Projektseminars werden Sie Teil einer Kampagne, die die Planung und Umsetzung eines zweitätigen Zukunftscamps (27.09.2019, 15-20 Uhr // 28.09.2019, 10:00-18:00 Uhr) umfasst.

Der Kommunikationsdesigner Dominique Lucien Garaudel vom Moxie Collective wird Ihnen während eines Workshops kommunikative Strategien und gestalterische Grundlagen an die Hand geben, um auf dieser Basis verschiedene Formate zu entwerfen und zu gestalten, die dann in verschiedenen Formaten, z.B. einer Guerrillakampagne, die Stadt aktivieren und Menschen sensibilisieren sollen.

Das Projektseminar ermöglicht Ihnen, sich in verschiedene Aufgabenbereiche (wie Planung und/oder Umsetzung der Veranstaltungen, Marketing oder Koordination der verschiedenen Handlungsstränge) einzubringen. Dabei haben Sie die Möglichkeit neue (vielleicht auch berufliche) Perspektiven für sich zu entdecken und werden (dank der vielfältigen Projektkooperationen) Einblicke in die Arbeit des Kulturbetriebes bekommen.

  • Samstag, 11:00 - 18:00 (Einzeltermin, 11.05.2019 - 11.05.2019) - 2332.01.68
  • Sonntag, 11:00 - 17:00 (Einzeltermin, 12.05.2019 - 12.05.2019) - 2332.01.68
  • Samstag, 11:00 - 18:00 (Einzeltermin, 29.06.2019 - 29.06.2019) - 2332.04.61 (Z34)
  • Sonntag, 11:00 - 17:00 (Einzeltermin, 30.06.2019 - 30.06.2019) - 2332.04.61 (Z34)
  • Samstag, 11:00 - 18:00 (Einzeltermin, 29.06.2019 - 29.06.2019) - 2421.01.85 (Z121)
  • Sonntag, 11:00 - 17:00 (Einzeltermin, 30.06.2019 - 30.06.2019) - 2421.01.85 (Z121)

BBM 4c: Nocthene - Schreibwerkstatt

Die Schreibwerkstatt Nocthene ist eine literarische Plattform an der Heinrich Heine Universität, die vor sieben Jahren von Studierenden und Dozierenden gemeinsam gegründet wurde. Seitdem treffen wir uns in jedem Semester mit Menschen, die sich nicht nur mit der bereits bestehenden Literatur beschäftigen, sondern auch selbst literarische Texte verfassen wollen. In den einzelnen Sitzungen diskutieren wir die von den TeilnehmerInnen (zu wechselnd freien oder allen gestellten Oberthemen) geschriebenen Texte, experimentieren mit verschiedenen Textkomponenten (z. B. dem literarischen Dialog), Gattungen, Formen oder Schreibstilen.

In diesem Sommersemester ist die Nocthene zum ersten Mal auch als BBM 4c und damit als Seminar, in dem eine AP absolviert werden kann, geöffnet.

Bedingungen für die Teilnahme am Seminar/der Schreibwerkstatt sind:

- das Interesse am und die Bereitschaft zum Schreiben eigener Texte

- regelmäßige und aktive Teilnahme an den im 14tägigen Rhythmus abgehaltenen Sitzungen (Termine werden in der ersten Sitzung am 2. April 2019 bekannt gegeben).

 

Die Teilnehmerzahl ist auf 35 beschränkt. Wenn Sie an der Schreibwerkstatt teilnehmen möchten, dann melden Sie sich bitte unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Matrikelnummer und mit einem mitgesandten, selbstverfassten Text bis zum 31. März 2019 unter der Mailadresse

 duesseldorf@nocthene.de

an.

 

Weitere Infos zum Projekt und zu vergangenen Schreibwerkstätten finden Sie unter www.nocthene.de.

  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BEM 2c/BBM 2d: "Wir sahen zwar nur Schatten, für uns aber war es echt." - Das erzählerische Werk von Christian Kracht

Mit seinem vielschichtigen Oeuvre prägt der Schweizer Schriftsteller Christian Kracht seit dem Erscheinen seines Debüts "Faserland" die deutschsprachige Gegenwartsliteratur. In der öffentlichen Wahrnehmung werden seine Texte kontrovers diskutiert; er gehört zu den Kultautoren seiner Generation. Als 'Kracht-Effekt' (Kleinschmidt) kann ein erzählerisches Verfahren bezeichnet werden, das verstörend, ironisch und unaufgeregt Gegensätzliches zusammenführt, Möglichkeitsräume eröffnet und zugleich infrage stellt. Durch dieses Schwanken zwischen Fakten und Fiktionen, nüchternem Scharfsinn und rauschhafter Vagheit, entziehen sich seine Texte einer eindeutigen Stellungnahme. Für seine provokativen Themenkomplexe wählt Kracht ambivalente Erzählstrategien; hierzu gehört nicht zuletzt auch seine quasi-figurale Selbstinszenierung bei öffentlichen Auftritten.

Durch die Auseinandersetzung mit Krachts literarischem Werk sollen die Inhalte der Vorlesung zur Literaturgeschichte vertieft werden. Neben einer literaturgeschichtlichen Einordnung der Texte zielt das Seminar auf die Entwicklung eigener Interpretationsansätze unter Berücksichtigung der Forschungsliteratur. Im Zentrum der Seminardiskussion steht die kritische Analyse des skizzierten ästhetischen Verfahrens und seine Einbettung in poetologische Diskurse der Gegenwart. Der Seminarplan sieht vor, dass neben Krachts Romanen auch Kurzgeschichten, Drehbücher, Textsammlungen, Reiseessays, das Theaterstück "Hubbard", Briefe, die Frankfurter Poetik-Vorlesung oder öffentliche Auftritte des Autors berücksichtigt werden können. Eine endgültige Auswahl findet daher gemeinsam mit den Studierenden zu Semesterbeginn statt.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2421.00.90 (Z 23)
  • Donnerstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 06.06.2019 - 06.06.2019) - 2332.04.61 (Z34)

BEM 2c/BBM 2d: 'Die Wunde Heine' - Leben und Werk des Dichters Heinrich Heine

„Die Bewegung in die Ironie hinein ist eine Empörung.”  Vilém Flusser: Von der Freiheit des Migranten

 

Kaum ein literarisches Werk vermag bis zum heutigen Tag mit ungebrochener intellektueller Schärfe und Weitsicht die von Beginn an problematische Beschaffenheit der deutschen Nation derart messerschaff zu analysieren, wie das facettenreiche Werk des 1799 in Düsseldorf geborenen und im Jahr 1856 in Armut, nach jahrelanger schwerer Krankheit in Paris verstorbenen deutschen Dichters, Schriftstellers und Journalisten Heinrich Heine. Zur Zeit des Nationalsozialismus aufgrund seiner jüdischen Herkunft diffamiert und verboten, wurde Heine in der Nachkriegszeit zum Spielball der politischen Interessen zwischen Ost und West. Während er in der DDR aufgrund seiner respektlosen Kritik an der herrschenden Klasse und den politischen Verhältnissen sowie seines Interesses an Hegel und Marx verehrt wurde, zielte die Rezeption in der BRD zunächst darauf, sein Leben und sein dichterisches Schaffen als spätromantische Geste zu entpolitisieren. 

Das Seminar folgt der Spur des Grenzgängers Heine, der zum Sinnstifter eines transkulturellen Dialogs zwischen Deutschland und Frankreich wurde und der länderübergreifend die Grenzen in den Köpfen sichtbar gemacht und ausgelotet hat. Sein prominentes  literarisches Mittel der Kritik waren beißender Spott und Ironie. Die als Triebkraft seines Schreibens wirkende Empörung hallt bis in unsere Gegenwart nach als Warnung und als Aufforderung, sich mit dem Gegebenen nicht zufrieden zu geben, und kündet zudem von seiner Überzeugung, als Schriftsteller der ‚Würde des Menschen’ zu dienen. So hat sich die ‚Wunde Heine’ (Adorno) nicht geschlossen. Im Gegenteil verlangt diese in Zeiten von Populismus, wiedererstarkendem Nationalismus sowie neuen Feindbildern größere Aufmerksamkeit denn je.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019) - 2421.03.26

BEM 2c/BBM 2d: Der späte Heine

Begeistert von der Julirevolution geht Heinrich Heine 1831 nach Paris, erlebt die vielfältigen Facetten der „Hauptstadt des europäischen Foyers“, schreibt über Kultur und Politik der Julimonarchie und wird zum engagierten Mittler zwischen Deutschland und Frankreich. 17 Jahre später fesselt ihn seine Krankheit ans Bett, wird ihm Paris endgültig zum Exil, das er nicht mehr verlassen kann. Aber auch in diesen späten Jahren von 1848 bis zu seinem Tod 1856 ist Heine noch ungeheuer produktiv. In seiner - von ihm selbst so bezeichneten - Pariser Matratzengruft schreibt der kranke Dichter ebenso wehmütige wie witzige Lyrik. Seine Auseinandersetzungen mit seinem Judentum, seinem Exil, seiner Krankheit sind voller Komik, Ironie und Satire und berühren mit erstaunlicher Aktualität. Im Zentrum der Auseinandersetzung soll Heines Gedichtbuch „Romanzero“ stehen, aber auch späte Prosatexte des Autors, wie „Die Götter im Exil“ und sein großes Paris-Buch „Lutezia“ werden einbezogen, da der Autor sein eigenes Schreiben in Prosa und Versen immer wieder reflektiert.

  • Freitag, 15:00 - 18:00 (Einzeltermin, 10.05.2019 - 10.05.2019) - 2421.U1.21 (Z50)
  • Freitag, 15:00 - 18:00 (Einzeltermin, 03.05.2019 - 03.05.2019) - 2421.03.82 (Z30)
  • Freitag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 24.05.2019 - 24.05.2019) - 2421.03.86 (Z34)
  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 25.05.2019 - 25.05.2019) - 2421.U1.21 (Z50)
  • Freitag, 10:00 - 15:00 (Einzeltermin, 31.05.2019 - 31.05.2019)

BEM 2c/BBM 2d: Fin de Siècle

Die Jahre vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges sind geprägt von Gegensätzen und Spannungen, die eine beispiellose Blüte innerhalb der deutschsprachigen Literatur und Kultur hervorgebracht haben. In dieser, auch als Fin de Siècle (etwa 1890–1914) bezeichneten Epoche kontrastieren Endzeitstimmung mit Aufbruchseuphorie, Weltschmerz mit Hedonismus und Todesverfallenheit mit Lebenshunger, was zugleich eine große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksmodi, Stilrichtungen und Bewegungen nach sich zieht. Relativ zeitgleich entstehen so Werke, die dem Symbolismus, Jugendstil, Impressionismus, Naturalismus, der Spätromantik oder bereits dem beginnenden Expressionismus zugehören. Im Seminar werden wir anhand exemplarischer Texte (u. a. von Rilke, Thomas Mann, Eduard von Keyserling, Hugo von Hofmannsthal) zum einen den künstlerischen Reichtum sowie die Widersprüche der Zeit um die Jahrhundertwende in den Blick nehmen und uns dabei auch mit der bildenden Kunst und Musik beschäftigen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2421.03.26

BEM 2c/BBM 2d: Friedrich Spee/Barock

1. Trutz-Nachtigall wird dies Büchlein genannt, weiln es trutz allen Nachtigallen süß und lieblich singet, und zwar aufrichtig poetisch, also daß es sich auch wohl bei sehr guten lateinischen und anderen Poeten dörft hören lassen.
2. Daß aber nicht allein in lateinischer Sprach', sondenr auch sogar in der deutschen man recht gut poetisch reden und dichten könne, wird man gleich aus diesem Büchlein abnehmen mögen und merken, daß es nicht an der Sprach', sondern vielmehr an den Personen, so es einmal auch in der deutschen Sprach' wagen dörften, gemangelt hatbe. Derohalben hab' ich solchen zu helfen unterstanden und beflissen mich, zu einer recht lieblichen deutschen Poetika die Bahn zu zeigen und zur größeren Ehren Gottes einen neuen geistlichen Parnassum oder Kunstberg allgemach anzutreten.
aus: Friedrich Spee: Vorred' des Autors, in: Trutz-Nachtigall von Friedrich von Spee. Nach der ersten Ausgabe von W. Friessem, Köln 1649. Mit Einleitungen und Erklärungen von B Hüppe und W. Junkmann. Coesfeld bei B. Wittneven. Münster, in der Theissingschen Buchhandlung 1841.

"Trutz-Nachtigall" nennt der Theologe und Dichter Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635) sein bekanntestes Werk. Dieses Werk ist lyrisch, auch wenn es in deutscher Sprache verfasst ist, möchte er damit betonen. 1625 erst hatte Martin Opitz das erste Regelwerk der deutschsprachigen Dichtung veröffentlicht. Man war es also nicht gewohnt, deutschsprachige Lyrik zu lesen und zu hören. 

Ebensowenig sind wir es heute gewohnt, barocke Texte zu lesen und zu verstehen. Was wollten die Dichter*innen von ihrer Zeit, unter welchen Voraussetzungen entstanden die Texte und in welchem Verhältnis standen sie zu den Konflikten ihrer Gegenwart, von denen hier nur die Schlagworte Dreißigjähriger Krieg und Hexenverfolgung genannt seien? Wie geht man mit diesen Texten um, auf welche hermeneutischen Techniken können wir zurückgreifen und welche Aktualisierungen haben die Texte und Themen erfahren? 

Das Seminar erarbeitet die Grundlagen zum Verständnis der europäischen Epoche Barock mit einem Fokus auf der Entwicklung der deutschsprachigen Lyrik. Mit Friedrich Spee von Langenfeld steht ein Autor im Fokus, der heute noch aus dem kirchlichen Gesangsbuch vertraut ist sowie für seinen Widerspruch gegen die Hexenverfolgung. Ornamental, dekorativ, ausufernd und über die Gattungsgrenzen hinweg haben wir es mit einer besonders spannenden Epoche der Literatur zu tun, deren Facetten wir über den in Kaiserswerth geborenen und u.a. in Köln tätigen Friedrich Spee näher kennenlernen. 

Im Rahmen des Seminars besteht die Möglichkeit, den Geburtsort Friedrich Spees und das heutige Archiv in Düsseldorf zu besichtigen. 

 

Die Meng’ der Vögel hören laßt
Ihr Schyr und Tyre-Lyre;
Da sauset auch so mancher Ast, 
Sammt er mit musiciere.
Die Zweiglein schwank
Zum Vogelsang
Sich auf, sich nieder neigen, 
Auch höret man
Im Grünen gahn
Spazieren Laut’ und Geigen. 

 

aus: Friedrich Spee: Vorred' des Autors, in: Trutz-Nachtigall von Friedrich von Spee. Nach der ersten Ausgabe von W. Friessem, Köln 1649. Mit Einleitungen und Erklärungen von B Hüppe und W. Junkmann. Coesfeld bei B. Wittneven. Münster, in der Theissingschen Buchhandlung 1841, S. 35.

 

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019) - 2522.U1.55 (Z 42)

BEM 2c/BBM 2d: Goethe: Weimarer Klassik

Mit Johann Wolfgang von Goethes Rückkehr aus Italien (Mai 1788) beginnt jene Epoche der Deutschen Literatur, die als Weimarer Klassik in die Kulturgeschichte eingegangen ist. Rekurs auf die griechische Antike sowie Ideale der Humanität und der gesellschaftlichen Harmonie sind typische Epochenmerkmale.

Das Seminar möchte sich zunächst dem Phänomen der Weimarer Klassik von Goethes Italienreise her nähern und deren Einfluss auf Goethes Schaffen und sein Menschenbild untersuchen und diskutieren. Goethes Freundschaft und der Briefwechsel mit Friedrich Schiller sind für das ästhetische und humanistische Programm der Weimarer Klassik von grundlegender Bedeutung. Dieses Programm soll anhand ausgewählter Briefe und theoretischer Texte mit dem Kurs erarbeitet werden.

Als Drama der Humanität bildet Iphigenie auf Tauris ein klassisches Werk der Epoche. Wir werden die Bedeutung des Atriden-Geschlechts und deren Fluch untersuchen, und die Ideale der Weimarer Klassik an Iphigenie herausarbeiten.

Das Bildungsideal der Schönen Seele tritt im 6. Buch von Wilhelm Meisters Lehrjahren in Erscheinung. Das 6. Buch wird (in Auszügen) gelesen und an ihm das Verhältnis von Affekten und Sittlichkeit erarbeitet.

Mit Faust. Der Tragödie erster Teil werden wir ein Werk untersuchen, das Goethe in der Weimarer Klassik von der Gretchen- und Gelehrten-Tragödie zum sogenannten „Menschheitsdrama“ ausgestaltet. Fragen des Subjekts, des Geistes, der Moral und des Nihilismus sollen hierbei im Zentrum der Seminararbeit stehen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2522.U1.55 (Z 42)

BEM 2c/BBM 2d: Klaus Mann

Klaus Mann (1906-1949) hat ein faszinierendes, überaus kreatives und immer wieder gegen unterschiedliche Widerstände kämpfendes Leben geführt. Aus einer Schriftstellerfamilie stammend (Sohn von Thomas Mann und Neffe von Heinrich Mann) bewegte sich sein erstes frühreifes literarisches Schaffen zur Zeit der Weimarer Republik zwischen Rebellion und Innovation. Seine Entwicklung zu einem ernstzunehmenden Schriftsteller fand statt vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen und aufkommendem Faschismus, mehr aber noch der nahezu explodierenden kreativen Kultur der Zwanziger Jahre. In grenzenloser Offenheit für Themen, Menschen und Orte entstanden zahlreiche Dramen, Romane, Gedichte, Essays, Reiseberichte etc. Ab 1933 profilierte er sich zu einem der wichtigsten Vertreter der Exilliteratur, der seine publizistische Tätigkeit gezielt gegen den Faschismus einsetzte.

Neben einem Überblick über die Lebens- und Schaffensphasen des Autors sollen möglichst viele seiner Werke vorgestellt werden, um seine Hauptthemen und inhaltlichen Schwerpunkte herauszukristallisieren. Dazu gehören unter anderem Homosexualität in der Literatur, psychopathologische Aspekte (Drogenkonsum/-problematik, Vater-Sohn-Beziehung), Zusammenarbeit mit der Schwester Erika Mann, Faschismuskritik mit literarischen, politischen und publizistischen Mitteln (Kabarett, Exilzeitschriften) und noch viel mehr.

Außerdem bietet das Seminar die Möglichkeit, anhand ausgewählter Werke anderer zeitgenössischer Autoren, zum Teil aus Klaus Manns Bekanntenkreis, die literarischen Epochen und Strömungen während seiner Lebenszeit zu erkunden, z.B. Expressionismus, Neue Sachlichkeit etc. Auch literarische Werke der schriftstellernden Verwandtschaft Klaus Manns werden berücksichtigt, um seine Einbindung in literarische Traditionen zu verdeutlichen. Bei der Auswahl der Texte werden die Wünsche der SeminarteilnehmerInnen gerne miteinbezogen!!

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 01.04.2019 - 08.07.2019) - 2302.U1.21 (Z 55)
  • Freitag, 12:00 - 17:00 (Einzeltermin, 24.05.2019 - 24.05.2019) - 2302.U1.23 (Z 40)

BEM 2c/BBM 2d: Thomas Manns Goethe-Roman "Lotte in Weimar"

Im Jahr 1936 entschließt sich Thomas Mann (1875-1955) seine Exilsituation öffentlich zu machen und den Nationalsozialismus direkter zu attackieren, indem er in einem Roman Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) als Zentrum deutscher Kultur geistige Gestalt werden läßt. In einer einzigartigen Konkretisierung des Mythos, der Wiederkehr des immer Typischen, konfrontiert er Lotte Kestner geb. Buff, das Vorbild der jugendlichen Heldin in dem weltberühmt gewordenen Liebesroman „Die Leiden des jungen Werther”, nach Jahrzehnten als Besucherin mit der gesteigerten Existenz des Dichters.

  • Montag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 01.04.2019 - 08.07.2019) - 2421.03.26

BFM 2a/BFM 4a/MGM 2a: Lesen und Schreiben im deutschen Realismus/Naturalismus - Vorlesung

Die Schreibart der deutschen Literatur nach 1848 setzt sich in der Hinwendung zur Darstellung des einfachen Volks epochal von der klassisch-romantischen Goethezeit und der Salonkultur des Biedermeier ab. Nach dem programmatischen Realismus werden Friedrich Hebbel (1813-1863), Theodor Storm (1817-1888), Gottfried Keller (1819-1890), Theodor Fontane (1819-1898), Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) und Wilhelm Raabe (1831-1910) individuell vorgestellt. Der Regionalismus ist mit Fritz Reuters „Ut mine Stromtid”, der Naturalismus der achtziger Jahre mit seiner Milieudominanz vertreten.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2201.HS 2B (Z 101)

BFM 2b: Novellistisches Erzählen im Realismus

Ausgehend von Goethes Novelle (1828) und den häufig äußerst populären Erzählungen der Hoch- und Spätromantik wie E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann (1816) oder Eichendorffs Aus dem Leben eines Taugenichts (1826) avanciert die Novelle im 19. Jahrhundert zu der neben dem Roman beliebtesten Gattung und erlebt eine einzigartige Blütezeit. Besonders zwischen etwa 1848 und 1890, der Epoche des sogenannten Bürgerlichen oder Poetischen Realismus, entstehen zahlreiche Novellen, Novellenzyklen sowie theoretische Auseinandersetzung mit den Formen novellistischen Erzählens. Im Seminar werden wir zentrale Novellen und Texte dieser zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lesen und vor dem Hintergrund des historischen wie ästhetischen Kontextes diskutieren.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 01.04.2019 - 01.07.2019) - 2421.03.26

Doktorandenseminar / Doktorandenkolloquium

Im Kolloquium sollen neben den Dissertationsprojekten der TeilnehmerInnen aktuelle Forschungspositionen von allgemeinem Interesse diskutiert werden. Vorschläge für Themen und Texte sind herzlich willkommen. (Die Teilnahme ist DoktorandInnen vorbehalten, die von Prof. Schönborn oder Prof. Dörr betreut werden.)

  • Donnerstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2453.U1.81

Doktorandenseminar / Doktorandenkolloquium

Thema: Goethes europäische Identität

  • Freitag, 15:00 - 17:00 (wöchentlich, 05.04.2019 - 12.07.2019)

Erasmus Einführung

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 02.04.2019 - 02.04.2019) - 2421.01.81 (Z20)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 18.06.2019 - 18.06.2019) - 2421.05.61 (Z20)

Informationsveranstaltung 2-Fach-Master Germanistik und Geschichte

Diese Veranstaltung richtet sich an alle Studierende, die im Wintersemester 2019/20 ein Zwei-Fach-Masterstudium der Germanistik und Geschichte beginnen sowie an fortgeschrittene BA-Studierende, die sich über den Masterstudiengang informieren möchten.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der Aufbau des Masterstudiums vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu klären und den Studienverlaufsplan zu besprechen. 



  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 09.07.2019 - 09.07.2019) - 2303.U1.61

MFM 2a/b: Gedächtnis, Erinnerung und Literatur

Gedächtnis und Erinnerung sind für die Ausprägung einer Identität unverzichtbar – in individueller wie in kollektiver Hinsicht. Ein Individuum verfügt ohne Gedächtnis schlechterdings über keine Identität, und auch ein Kollektiv, wie etwa eine Nation, konstituiert sich wesentlich über sein Gedächtnis und seine Praktiken der Erinnerung, etwa an Gründungsakte oder heroische Momente. Das Seminar soll einerseits zentrale theoretische Positionen zum Themenkomplex Erinnerung und Gedächtnis von der Antike bis zur Gegenwart nachzeichnen, andererseits literarische Texte vom 18. Jh. bis zur Gegenwart in den Blick nehmen, in denen Gedächtnis und Erinnerung eine zentrale Rolle spielen. Ein Seitenblick wird dabei auch auf medizinische Forschung zu den (Fehl-)Leistungen des Gedächtnisses geworfen.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2421.03.82 (Z30)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 24.06.2019 - 24.06.2019) - 2421.03.86 (Z34)

MFM 2a/b: Literatur und Antisemitismus

In diesem Seminar werden wir uns ausgehend von Theorien zum Antisemitismus mit bekannten und weniger bekannten Beispielen des literarischen Antisemitismus vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Dabei sollen für die Analyse des mit der deutschen Geschichte seit Anbeginn eng verbundenen Phänomens auch neuere Ansätze der Xenologie und des Othering und des Orientalismus, der Gender-Studies und der Intersektionalitätsforschung (race, class, gender) fruchtbar gemacht werden. Zudem werden wir literarische Texte in den Blick nehmen, die Diskursen und Formen des Antisemitismus kritisch begegnen, indem sie sie im alltäglichen Bewusstsein und in kollektiven Erinnerungen aufspüren.

Bestandteil des Seminars ist ein Workshop mit Prof. Dr. Stephan Braese von der RWTH Aachen und Dr. Karla Hielscher zum Literarischen Antisemitismus am 24.06. 10.30 - 18.00 Uhr.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019) - 2421.03.82 (Z30)

MGM 2a/b: Goethe: Gedichte

Goethes sowohl in seinem Umfang wie in seiner Bedeutung außergewöhnliches lyrisches Werk hat das deutschsprachige Gedicht belebt, neu geformt und die poetische Produktion nachfolgender Dichtergenerationen bis in die Gegenwart hinein maßgeblich beeinflusst.

Im Seminar werden wir uns mit ausgesuchten Texten von der frühen Sesenheimer Lyrik bis hin zu spätesten Gedichten beschäftigen und somit einen ersten Einblick in Goethes poetisches Gesamtschaffen sowie dessen ideen- und kulturgeschichtlichen Entstehungskontext geben. Einen Schwerpunkt wird dabei der vor genau 200 Jahren zuerst erschienene „West-östliche Divan“ bilden.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.04.2019 - 10.07.2019) - 2421.03.26

MGM 2a/b: Schiller: Ästhetische Theorie und poetische Praxis

Friedrich Schiller gehört zu denjenigen literarischen Autoren, die großen Aufwand auf die theoretische und poetologische Reflexion von Dichtung, nicht nur der eigenen, verwandt haben; das gilt z.B. für die Gattung der Tragödie, der sich Schiller in Selbstkritiken und programmatischen Vorworten ebenso zugewandt hat wie in theoretischen Texten, etwa zum Konzept des Erhabenen. Seine Gedichte hingegen werden oft als "Gedankenlyrik" apostrophiert, weil sie wenig kunstvoll, aber sehr theorielastig seien. Allerdings wird man nicht sagen können, dass Schillers poetische Texte sich einfach als praktische Umsetzungen seiner theoretischen Überlegungen lesen lassen; vielmehr stehen jene zu diesen teilweise in erheblicher Spannung. Genau um solche Spannungen soll es im Seminar gehen, ausgehend vom Drama "Die Räuber" und der frühen Schaubühnen-Rede, über einige lyrische Beispiele und "Maria Stuart" bis hin zur "Braut von Messina" und deren Vorrede.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2421.03.26

MGM 2a: "Bauhaus Stadt". Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz" im Kontext der Weimarer Republik

Lange Zeit galt Döblins Roman als der "Montage"-Text zum Thema Stadt. Tatsächlich geht der Roman weit über diese Handlungsebene hinaus, dennoch macht er in einem durchkomponierten Erzählkonzept die Strukturen der 1920er Jahre zu seinem Thema. Dieses Denken, das analog in Architektur realisiert und in Gesellschaft reflektiert wurde, gilt es, in der Vielfalt der Erzählebenen herauszukristallisieren. Beginnend beim Funktionalismus, über die modernen Verkehrssysteme bis zu den utopischen Entwürfen und naturspekulativen Ansätzen, die damals, beginnend beim Bauhaus, zeittypisch waren, lässt sich ein Panorama der Zeit erarbeiten.

Empfohlen wird die Lektüre des Romans.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 01.04.2019 - 08.07.2019) - 2201.HS 2B (Z 101)

MGM 2b: Phantastische Literatur

Vertraute Ordnungen zu irritieren oder gar zu zerstören; Irritationen zu erzeugen, Grauen zu erregen oder uns das Gruseln zu lehren, ist von jeher eine spezifische Eigenschaft und Fähigkeit von Literatur.  Das Seminar wird in Theorien des Phantastischen einführen, Figuren, Formen und Strukturen phantastischen Erzählens von E.T.A. Hoffmann bis Thomas Glavinic in den Blick nehmen und auf ihre Wirkung und Funktion hin untersuchen. Dabei werden wir auch auf verwandte Formen des Wunderbaren, Märchenhaften und Unheimlichen in der Literatur eingehen.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2332.00.66
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 27.06.2019 - 27.06.2019) - 2641.HS 6J (Z 435)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 04.07.2019 - 04.07.2019)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 11.07.2019 - 11.07.2019)

MGM 4a/b: Lesedrama und antitheatralische Dramatik

Bedenkt man, dass das Drama ursprünglich zur theatralischen Aufführung gedacht ist, ist ein Lesedrama eigentlich eine Paradoxie. Es steht aber in einem systematischen Zusammenhang mit antitheatralischen Positionen, die gerade auch Dramatiker etwa seit der Aufklärung einnehmen und die in der Moderne kulminieren. Ihnen zugrunde liegt eine wesentliche Höherschätzung des Mediums Schrift gegenüber der theatralischen Performanz. Das Seminar soll theoretische Erörterungen zur Gattungspoetik des Lesedramas und zur Antitheatralik ebenso anstellen wie die Entwicklung des antitheatralischen Diskurses und der Gattung Lesedrama vom Anfang im 18. Jh. bis zur Gegenwart nachzeichnen.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019) - 2332.01.48
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.06.2019 - 10.07.2019) - 2522.U1.33 (Z 18)

Projektseminar Zusatztermin

  • Dienstag, 16:00 - 17:30 (Einzeltermin, 28.05.2019 - 28.05.2019) - 2453.U1.81

TuTiS Tutorium zu den BEM 2b Gattungsseminaren (Herr Swierczynski)

In diesem Tutorium wiederholen wir gemeinsam die Inhalte der Basisseminare BEM2b (Einführungsseminar Gattung), um vorbereitend auf die Klausur am Ende des Sommersemesters wesentliche Aspekte der Gattungen zu besprechen und zu vertiefen. Die Veranstaltung bietet einen offenen Raum für Fragen und deren Diskurs. 

Bei regelmäßiger Teilnahme können 2 CPs für den Wahlpflichtbereich erworben werden.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.04.2019 - 08.07.2019) - 2303.01.61 (Z 36)

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