BBAM 2: Kolloquium zur BA-Arbeit

Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden, die bei mir ihre Bachelorarbeit schreiben möchten. Im Kolloquium werden sowohl organisatorische und formale Fragen geklärt, als auch Konzepte entwickelt und diskutiert.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BBM 2d/BBM 4d/BFM2/BFM 4: "Woraus wird Morgen gemacht sein?" Ein trans- und interdisziplinäres Bildungsprojekt im Bauhaus-Jahr 2019 (Blockseminar)

2019 feiert das Großprojekt bauhaus100 mit einem von elf Bundesländern unterzeichneten Staatsvertrag das Bauhaus als das sowohl deutsche als auch europäische Exportprodukt schlechthin. Noch heute stehen die Bildungsidee und das Schulkonzept des Bauhaus' für Innovation, noch heute sind die Vorstellungen aktuell und progressiv. Hier knüpfen wir mit unserem interdisziplinären Projekt an und befragen lehrend, lernend und forschend die Möglichkeiten, die in der Begegnung des Bildungsbegriffs der Avantgarde 1919 und heute, hundert Jahre später, liegen. Im Zentrum steht die Frage, wie es möglich ist, den damals revolutionären Bildungsgedanken auf unsere Zeit zu übertragen. Die Sprengkraft der damaligen Debatten dient als Inspirationsquelle und Korrektiv, um unseren heutigen Bildungsbegriff insbesondere mit Blick auf die Herausforderung des 21. Jahrhunderts, die Digitalisierung, kritisch zu reflektieren und zu erweitern.

Auf der Basis der kontroversen Auseinandersetzung mit dem ‚Mythos Bauhaus’ entwickeln die Studierenden Konzepte für die Arbeit an den Schulen. Ziel ist es, ausgehend vom Bauhaus als Denkbild, Formate zu schaffen, die die historische Dimension in unsere Gegenwart überführen und die Schüler aktiv, kreativ und gestaltend im Sinne einer ästhetischen Praxis hieran zu beteiligen. Einen zentralen Stellenwert hat dabei die Frage nach den Erwartungen und Zukunftsentwürfen sowohl der Schülerinnen und Schüler als auch der Studierenden selbst: Wie wollen wir künftig lernen/leben?

Das Projektseminar ist Teil des offiziellen Veranstaltungsprogramms des Bauhaus-Jubiläumsjahrs 2019. Die Ergebnisse dieses Tranfers werden im Anschluss zu einem Film verarbeitet und im Rahmen eines Zukunftscamps im Museum Folkwang sowie im Radio (Medienpartnerschaft mit WDR 3 ist vereinbart) unter Beteiligung der Studierenden vorgestellt und öffentlichkeitswirksam diskutiert. https://veranstaltungen.bauhaus100.de/de/widget/calendar/523

  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 17.11.2018 - 17.11.2018) - 2421.03.26
  • Sonntag, 11:00 - 17:00 (Einzeltermin, 18.11.2018 - 18.11.2018) - 2421.03.26
  • Freitag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 14.12.2018 - 14.12.2018) - 2502.00.034 (Z37)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 15.12.2018 - 15.12.2018) - 2421.03.26
  • Sonntag, 11:00 - 17:00 (Einzeltermin, 16.12.2018 - 16.12.2018) - 2421.03.26

BBM 2d: "Es ist nichts aus mir geworden, nichts als ein Dichter". Der Lyriker Heinrich Heine (Blockseminar)

Noch keine 20 Jahre ist Heine alt, als er in einer Hamburger Zeitschrift sein erstes Gedicht veröffentlicht, 1827 erscheint sein „Buch der Lieder”, das zahlreiche Komponisten von den Zeitgenossen bis heute zu Vertonungen inspiriert und seinen Weltruhm begründet. Rückblickend heißt es in Heines Memoiren: „Es ist nichts aus mir geworden, nichts als ein Dichter.” Was bedeutet es, ein Dichter zu sein? Immer wieder reflektiert der Autor sein eigenes Schreiben in Prosa und Versen und fragt nach der Möglichkeit gesellschaftskritischen Engagements in der Poesie. Darf man in politisch bewegten Zeiten Gedichte schreiben?

Was ist der neue Ton, mit dem der junge Dichter sein Publikum bis heute fasziniert? Was macht die Eigenart seiner letzten Gedichte in der Pariser Matratzengruft aus? Anhand ausgewählter Beispiele von der frühen Liebeslyrik des „Buchs der Lieder” bis zu den späten Gedichten des „Romanzero” wird Heines poetisches Werk in Bezug auf diese Fragen nach dem Zusammenhang von Ästhetik und Politik analysiert.

Das Seminar findet als Blockseminar zum Teil auch im Heinrich-Heine-Institut statt.

  • Freitag, 14:00 - 18:30 (Einzeltermin, 26.10.2018 - 26.10.2018) - 2421.U1.21 (Z50)
  • Freitag, 14:00 - 18:30 (Einzeltermin, 09.11.2018 - 09.11.2018) - 2421.03.82 (Z30)
  • Samstag, 10:00 - 18:30 (Einzeltermin, 10.11.2018 - 10.11.2018) - 2421.03.82 (Z30)
  • Samstag, 11:00 - 18:30 (Einzeltermin, 08.12.2018 - 08.12.2018)

BBM 2d: E.T.A. Hoffmanns „Die Elixiere des Teufels“

Der Rahmen-Roman ist als 1. Teil in drei Wochen im April 1815 geschrieben und noch im selben Jahr in Berlin veröffentlicht, im Folgejahr mit einem 2. Teil abgeschlossen worden. In der Gestalt des entlaufenen, verbrecherisch handelnden Mönchs Menardus, der in einem Rückblick auf sein Leben über Motivation, unbeherrschten Sexualtrieb und in Gespenstern, Träumen und Wahnbildern personalisierten seelischen Zwiespalt (Himmel/Hölle) Rechenschaft ablegen will, erhält das europäische Epochenmodell Doppelgängermotiv eine schauerromantische, auf Spannung angelegte Färbung des bizarren „Zerrissenen”. Eingelegt ist eine Herrscher- und Adelskritik unter der Perspektive der Freiheit in der heraufziehenden bürgerlich dominierten Welt. Die Interpretation berücksichtigt die katholische Exilerfahrung Hoffmanns in Bamberg, die zeitgeschichtliche Dialektik des 1815 „emporgestiegenen Gespensts” Napoleon Buonaparte und Ansätze der Psychoanalyse.

 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 28.01.2019) - 2421.03.82 (Z30)

BEM 2b/BBM 2b: Einführungsseminar Gattung

Das Seminar führt in die drei großen Gattungen Lyrik, Drama und Prosa an ausgewählten Beispielen ein, vermittelt Grundlagen der Lyrik-, Dramen- und Erzähltextanalyse unter besonderer Berücksichtigung von formalen, stilistischen und sprachlichen Mitteln (Rhetorik) und gibt einen Einblick in die Geschichte und Theorien der Gattungen.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 29.01.2019) - 2332.00.66

BEM 2b/BBM 2b: Einführungsseminar Gattung

Das Einführungsseminar 1 soll anhand einer exemplarischen Auswahl von theoretischen und literarischen Texten in die Systematik und Geschichte der literarischen Großgattungen Lyrik, Dramatik und Epik einführen; dazu sollen die Grundlagen der Rhetorik und Poetik vorgestellt werden.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 29.01.2019) - 2302.U1.21 (Z 55)

BEM 2b/BBM 2b: Einführungsseminar Gattung

Die geschichtliche Einordnung, Beschreibung und Diskussion der literarischen Großgattungen - Epik, Drama, Lyrik - gehört zu den zentralen Themen und Schlüsselkompetenzen unseres Fachs. Jede literarische Epoche variiert die Trias der Gattungen auf je neue und faszinierende Weise. Das hiermit verbundene Ausloten von Gattungskonventionen und Neuvernmessen von Gattungsgrenzen eröffnet eine Dynamik, die auch das Verständnis der jeweiligen Gattung verändert und neue Formen generiert.

Das Seminar verfogt folgende Ziele: Anhand von ausgewählten literarischen Werken wird in die Geschichte der Gattungen eingeführt und zudem ein Instrumentarium der Analyse bereitgestellt, das im Seminar gemeinsam eingeübt wird. Überdies wird die Bedeutung der Gattungen anhand von Schlüsseltexten von z.B. Peter Szondi und Gérard Genette diskutiert. Auch Grundlagen der Poetik und Rhetorik werden vorgestellt.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

BEM 2b/BBM 2b: Einführungsseminar Gattung

Das Seminar führt unter historischen wie systematischen Gesichtspunkten in das Gattungsgefüge der neueren deutschen Literatur ein. Im Zentrum stehen die drei Großgattungen: Drama, Lyrik und Epik und die dazugehörige Gattungstheorie, die anhand von ausgewählten Werken Goethes (Die Leiden des jungen Werther, Torquato Tasso, Gedichte) veranschaulicht werden. Zudem bereitet das Seminar auf den Abschlusstest des Moduls BEM 2 vor.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 29.01.2019) - 2421.03.26
  • Montag, 11:30 - 12:30 (Einzeltermin, 18.03.2019 - 18.03.2019) - 2421.03.26

BEM 2b/BBM 2b: Einführungsseminar Gattung

Das Seminar führt in die drei Großgattungen Lyrik, Dramatik und Epik ein. Mit Blick auf die Ursprünge der Lyrik im antiken Griechenland, werden zunächst Topoi des Lyrischen untersucht. Ausgehend von der Dichterin Sappho und dem Orpheus-Mythos wird etwa das Motiv der ‚Ferne der Geliebten‘ als Impuls für den lyrischen Gesang erarbeitet. Anhand ausgewählter Gedichte Johann Wolfgang Goethes (Marienbader Elegie, Das Tagebuch u.a.) und Rainer Maria Rilkes (Archaischer Torso Apollos, Sonette an Orpheus u.a.) werden wir Form, Gestalt und Metaphorik analysieren und die Gedichte in Hinblick auf Motivgeschichte und -variation, kulturelle Tradition und Ästhetik interpretieren.

Die Gattung Drama wird im Seminar anhand von Schillers Don Karlos untersucht. Der unglückliche Infant von Spanien, der zwischen der Liebe zu seiner Stiefmutter Elisabeth und der politischen Verantwortung im Zeichen des Humanismus, die er in Brabant und Fladern übernehmen will, hin und her gerissen ist, findet nur in seinem Freund Marquis Posa Unterstützung. Als auch der König, einsam auf seinem Thron, sich nach einem Menschen sehnt, und diesen in Posa gefunden zu haben glaubt, nimmt Schillers Drama seinen unheilvollen Lauf. Ausgehend von der Poetik des Aristoteles werden wir uns in diesem Kontext mit zentralen Kategorien der Dramatik und ihrer Wirkung befassen.

Mit Blick aus Hegels Vorlesungen über die Ästhetik wird sich das Seminar schließlich der Epik widmen. Mit Goethes Leiden des jungen Werther werden wir uns mit einem Text befassen, der die Stellung des Subjekts in der Gesellschaft, die Empfindungen der Psycho und die Qualen des Begehrens auf besonders eindringliche Weise darstellt. Das moderne Individuum, das mit Goethes Briefroman bereits das 19. Jahrhundert einläutet und bis heute prägend ist, wird uns in diesem Kontext besonders beschäftigen.

Sie lernen sich mit Systematik und Geschichte der literarischen Gattungen sowie Grundlagen der Rhetorik und Poetik zu befassen, diese kulturhistorisch einzuordnen und in Hinblick auf anthropologische Fragestellungen zu untersuchen.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2332.01.68

BEM 2b/BBM 2b: Einführungsseminar Gattung

Eine zentrale Voraussetzung für die Analyse und das Verständnis eines literarischen Textes in all seiner Komplexität ist das Wissen um die Zusammenhänge zwischen Form und Inhalt. Diese erschließen sich unter anderem über die gattungspoetischen Merkmale und Besonderheiten. Deshalb werden im Seminar die drei Großgattungen der Literatur - Epik, Lyrik, Drama - anhand ausgewählter Texte, zum Teil auch in Auszügen, gemeinsam erarbeitet. Neben den jeweiligen Gattungsmerkmalen und der historischen Entwicklung steht die praktische Textanalyse im Mittelpunkt. Zu diesem Zweck werden formale Merkmale der Lyrik, Erzähltechniken (Epik) und Grundlagen des deutschen Dramas zunächst theoretisch vorgestellt und dann praktisch an konkreten Beispielen nachgewiesen, so daß die SeminarteilnehmerInnen sich ein solides Basiswissen zur Gattungspoetik erarbeiten können.

Ein weiteres Ziel besteht darin. einen möglichst großen Überblick zu erhalten über literarische Texte/Autoren, die die Gattungen geprägt und maßgeblich geformt haben - es wird zahlreiche Leseanregungen geben!!

 

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 28.01.2019) - 2421.U1.21 (Z50)
  • Freitag, 12:00 - 16:00 (Einzeltermin, 11.01.2019 - 11.01.2019) - 2332.U1.47
  • Freitag, 12:00 - 16:00 (Einzeltermin, 18.01.2019 - 18.01.2019) - 2421.00.90 (Z 23)

BEM 2b/BBM 2b: Einführungsseminar Gattung

Welche Gattungen kennen Sie? Warum gibt es diese Gattungen, wie sehen sie aus und woher kommen sie? Wie verändern sie sich? Wie gehen AutorInnen mit den dazugehörigen Regelwerken um? Welche Erkenntnisse vermitteln Gattungen über Texte? Diese und viele weitere Fragen um Geschichte, Systematik und Theorie der drei Großgattungen Drama, Lyrik und Epik sind die Arbeitsfelder unseres Seminars. 

Anhand von Beispieltexten aus allen drei Gattungen werden wir untersuchen, in welchem Verhältnis Texte und Gattungen stehen und wie sich diese im Laufe der Geschichte verändern. Darüber hinaus werden grundlegende Schnittstellen zu Rhetorik und Poetik aufgezeigt. 

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2513.U1.24 (Z 32)
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019)

BFM 2b: Bertolt Brecht

„Wirklich! Ich lebe in finsteren Zeiten“, schreibt Brecht 1939 in einem seiner bekanntesten Gedichte An die Nachgeborenen. Zu dieser Zeit befindet sich der Dichter seit bereits sechs Jahren im Exil, weitere neun Jahre werden folgen, bevor sich Brecht schließlich in Ostberlin niederlässt, dort sein berühmtes „Berliner Ensemble“ gründet und voller Hoffnung auf ein besseres Deutschland seinen Teil zum Aufbau des Sozialismus leisten will. Doch schon bald zeigt sich, dass auch unter dem neuen Regime nicht nur freie Kunst und Meinungsäußerung keine Selbstverständlichkeit sind. Spätestens nach den Ereignissen um den Arbeiteraufstand am 17. Juli 1953 zieht sich Brecht enttäuscht zurück. Wenngleich er weiterhin offiziell die Auffassung vertritt, „daß ein befohlener sozialismus besser ist als gar keiner“, so hält er doch in seinem Arbeitsjournal fest: „das maul kann man nicht aufmachen, schon zwanzig jahre lang nicht mehr.“

Im Seminar werden wir einen Überblick über das Gesamtschaffen Brechts geben, dabei aber den Fokus auf die während des Nationalsozialismus bzw. Exils und der Zeit in der späteren DDR entstandenen Werke legen. Unter anderem sind folgende Texte zur Lektüre vorgesehen: Svendborger Gedichte (1939), Der gute Mensch von Sezuan (1939–41), Buckower Elegien (1953), ausgewählte Geschichten vom Herrn Keuner sowie Passagen aus den Briefen und dem Arbeitsjournal.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 15.10.2018 - 28.01.2019) - 2421.03.26

BFM 2b: Exil und Innere Emigration

Im Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus ist neben entschieden linientreuer Literatur (wie etwa der sog. Blut-und-Boden-Literatur) auch solche Literatur entstanden, von der zumindest teilweise behauptet wird, sie sei von der herrschenden Ideologie unabhängig, wenn nicht sogar auf verdeckte Weise widerständig. Im Seminar sollen wichtigen Texten dieser sog. Inneren Emigration (etwa von Werner Bergengruen, Reinhold Schneider, Ernst Wiechert) Texte solcher Autorinnen und Autoren kontrastiert werden, die Deutschland verlassen mussten (darunter Lion Feuchtwanger, Klaus Mann, Anna Seghers).

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BFM 2b: Exilliteratur

„Jetzt wohin?” fragt Heinrich Heine kurz nach der Märzrevolution 1848 aus seiner Matratzengruft im Pariser Exil – und findet keine Antwort. Dieses Gefühl der Entwurzelung wird keine 100 Jahre später, zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, für eine weitere Generation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern wieder akut. Das Seminar setzt sich zunächst allgemein mit dem Themenkomplex Exil und Exilliteratur auseinander, um dann anhand exemplarischer Textbeispiele (u.a. Thomas Mann, Bertolt Brecht, Anna Seghers) den literarischen Umgang mit dem Phänomen des Exils in den Blick zu nehmen.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BFM 2b: Literatur des Exils - Exil in der Literatur

Im Seminar werden wir über ausgewählte Beispiele der deutschsprachigen Literatur von Autor*innen diskutieren, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus im Exil befanden. Zum anderen werden wir einen Blick über diese historische Epoche des deutschen Exils und der Exilliteratur hinaus auf die Bedeutung des Begriffs für die Gegenwart richten. Gegenstand der Lektüre sollen neben der Lyrik des Exils, Erzählungen und Romane von Anna Seghers, Klaus Mann und Hilde Spiel sein.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2302.U1.21 (Z 55)
  • Donnerstag, 12:30 - 16:00 (Einzeltermin, 31.01.2019 - 31.01.2019) - 2531.HS 5K (Z 218)

BFM 2b: Walter Benjamin – Flaneur der Moderne

Walter Benjamin, (Quer-)denker und Visionär der Moderne, Philosoph, Literatur- und Kulturwissenschaftler, Feuilletonist und Schriftsteller, 1940 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten verstorben, sein Denken, das so verschiedene Felder umfasst wie Geschichtsphilosophie, Theorie des Barockdramas, Rechtstheorie, Gedächtnis- und Medientheorie u.v.m. , wirkt bis heute in mannigfaltiger Weise in unterschiedlichen philosophischen Strömungen fort. Kaum ein anderer Denker hat es verstanden die ‚Zeichen der Zeit’ derart weitsichtig zu deuten und zu einer bis heute ungebrochen inspirierenden und enervierenden - zwischen Berlin und Paris pendelnden  - geistigen Landkarte zu verdichten. Seine Gratwanderung zwischen unbestechlicher Zeitdiagnose und virtuosem Spiel mit verschiedenen Deutungshorizonten macht ihn zu einem der wichtigsten Denker und Chronisten der Moderne, der einem Archäologen gleich das Fundament dieser Zeitenwende aus verschiedenen disparaten Bruchstücken rekonstruiert und darin immer wieder auch die drängende Frage nach der Zukunft aufblitzen lässt. Faszinierend ist auch sein Erproben unterschiedlicher Schreibweisen. Von der präzisen Beobachtung des Alltags und den eigenen Erfahrungen ausgehend erschafft er ‚Denkbilder’ von enigmatischer Dichte, visionärer Strahlkraft und unhintergehbarer Modernität. Das Denken dient dabei nicht primär dem Nachvollzug der Wirklichkeit, sondern wird als kreativer Akt verstanden. 

Ziel des Seminars ist es, einen ersten Einblick in dieses faszinierende, Fragment gebliebene Werk zu gewähren und zugleich, die auch für die Literaturwissenschaft fruchtbare Erweiterung auf kulturwissenschaftliche Fragestellungen zu würdigen und diese im Hinblick auf unsere Gegenwart kontrovers zu diskutieren. Die für Benjamin wichtige Frage nach der conditio humana des modernen Menschen wollen wir auf unsere eigene Zeit und Zeitproblematik übertragen. Inwieweit wirken die Veränderungen der Moderne bis heute weiter fort? Wo zeigen sich Parallelen zwischen  Benjamins Zeitdiagnose und unserer konfliktreichen und brüchigen Gegenwart? Was können wir heute entgegensetzen?

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 29.01.2019) - 2332.01.68

Doktorandenseminar / Doktorandenkolloquium

Im Kolloquium sollen neben den Dissertationsprojekten der TeilnehmerInnen aktuelle Forschungspositionen von allgemeinem Interesse (etwa aus dem Bereich der Cultural Studies) diskutiert werden. Vorschläge für Themen und Texte sind ebenso herzlich willkommen wie neue TeilnehmerInnen. (InteressentInnen melden sich bitte in den Sprechstunden von Prof. Schönborn oder Prof. Dörr an.)

  • Donnerstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2421.03.82 (Z30)

Doktorandenseminar / Doktorandenkolloquium: Goethes europäische Identität

In dem Aufbau einer politischen Identität stellen wir die Frage nach der Bedeutung dieser mittleren Schicht zwischen zwischen Heimat, Nation und Weltbürgertum.

 

  • Freitag, 10:00 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 28.01.2019)

MFM 2a/b: Othering: Zigeuner

Die Ethnien, die früher „Zigeuner“ genannt wurden Ethnien (Sinti, Roma, ...), gehören zu denjenigen Gruppierungen, die europäische Mehrheitsgesellschaften seit Längerem dazu nutzen, sich ihrer einer (vorgeblichen) eigenen Identität zu versichern, indem sie sich von abgewerteten Anderen abgrenzen (sog. ‚Othering‘). Vor wenigen Jahren ist das Thema der Darstellung von Zigeunern in Ethnographie, Literatur und Kunst durch zwei Bücher in den Fokus gerückt worden: durch die breit rezipierte und preisgekrönte Monographie „Europa erfindet die Zigeuner“ von Klaus-Michael Bogdal (Berlin 2011) sowie durch das stärker auf (deutschsprachige) Literatur fokussierende Buch „Leben auf der Grenze“ von Hans Richard Brittnacher (Göttingen 2012). Hiervon ausgehend, fragt das Seminar nach der Darstellung von Zigeunern in der deutschsprachigen Literatur seit dem späten 18. Jahrhundert: nach den Topoi, Vorurteilen und Ausgrenzungsstrategien. Sie prägen die Wahrnehmung bis heute und wirken sehr häufig auch noch nach, wenn man politisch korrekterweise nicht mehr von „Zigeunern“ spricht. Es soll aber ebenfalls gezeigt werden, dass Literatur solche Ausschließungen auch subversiv unterlaufen kann.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2332.00.66
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 09.11.2018 - 09.11.2018) - 2332.00.61

MFM 2a/b: Workshop Gegenwartsliteratur (Blockseminar, Januar 2019)

Im Workshop „Gegenwartsliteratur" werden wir uns mit aktuellen Neuerscheinungen und / oder Literatur aus den letzten Jahren auseinandersetzen, um an diesen Beispielen Fragen, Themen und Probleme der Gegenwartsliteratur diskutieren.

Texte und Themen werden bei der Vorbesprechung am 19.12.2018 bekanntgegeben.

 

 

  • Freitag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 25.01.2019 - 25.01.2019) - 2332.U1.21
  • Freitag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 25.01.2019 - 25.01.2019) - 2332.U1.44
  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 26.01.2019 - 26.01.2019) - 2332.01.68
  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 26.01.2019 - 26.01.2019) - 2332.01.41
  • Sonntag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 27.01.2019 - 27.01.2019) - 2332.01.68
  • Sonntag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 27.01.2019 - 27.01.2019) - 2332.01.41
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 19.12.2018 - 19.12.2018) - 2611.HS 6D (Z 80)

MFM 2b: Formen des Otherings: Der "Neger" in der deutschprachigen Literatur

Als 'Neger' werden in der deutschsprachigen Literatur vom 18. bis weit ins 20. Jahrhundert Menschen dunkler Hautfarbe bezeichnet, mit denen Vorstellungen vom edlen Wilden oder gewaltbereiten Barbaren ebenso verbunden werden wie Konzepte des Primitivismus und des Exotismus. Werden mit dieser Praxis des "Otherings" einerseits die Anderen erzeugt und Grenzen zwischen Eigenem und Fremdem errichtet, so wird das Fremde im Eigenen andererseits in Metaphern für unser Unbewusstes als "inneres Afrika" oder "dunkler Kontinent" ethnifiziert. Diesen Prozessen der Konzeptualisierung und Metaphorisierung des 'Negers' in der deutschsprachigen Literatur soll in diesem Seminar ebenso wie der Frage nach Möglichkeiten ihrer Dekonstruktion und Subversion mit Hilfe der Theorien des Postkolonialismus nachgegangen werden.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2421.03.82 (Z30)

MGM 2a: Vorlesung - Heinrich Heine als politischer Journalist

Die Vorlesung setzt sich zum Ziel, Heines Sozialismus als den Weg aktueller Journalistik zu beschreiben, den sich ein modern orientierter Dichter unter den spezifischen Bedingungen, der Zensur der Biedermeierzeit (1815-1848), bahnt. Behandelt werden die „Briefe aus Berlin" (1822), mit denen er aus der preußischen Hauptstadt für seine rheinisch-westfälische Heimat berichtet, als „Cottascher Musquetir” Reiseeindrücke der Gesellschaft aus der Kapitale des 19. Jahrhunderts, London, mit „Englischen Fragmenten” (1827/8) kritisch beleuchtet. 1831 im Exil in Paris angekommen, eröffnet die Beschreibung einer Auswahl wichtiger Gemälde der Salonausstellung im Louvre, „Französische Maler”, die Rolle als Auslandskorrespondent, ab Dezember gefolgt von direkteren Einschätzungen des Geschehens in einer konstitutionellen Monarchie mit der Tiefendimension eines Napoleonkults durch „große Artikel” und knappe „Tagesberichte” in „Französische Zustände” (1832). Die thematische Breite seiner Rolle ausweitend, entsteht in den „Lutetia”-Berichten 1840 - 1844 ein lebendiges, nur naturwissenschaftliche Fortschritte nicht berücksichtigendes Bild des intellektuellen Führungsanspruchs von „Politik, Kunst und Volksleben” bis zur Revolution von 1848. Leitfrage ist Heines Motto: „Es gibt in Europa keine Nationen mehr, sondern Parteien” (11. November 1828).

 

 

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2511.HS 5A (Z 160)

MGM 2a: Vorlesung - Zwischen Bauhausschulen, Theatern und Gesellschaft. Ein Panorama des Jahres 1919

1919 entstand das „Bauhaus” in Weimar. Diese anhaltend wirkende Kunst- und Kunstgewerbeschule war aber nur eines der Projekte, die in diesem Jahr des Aufbruchs von sich reden macht. Das Bauhaus ‚baute‘ tatsächlich erst mit dem Wechsel nach Dessau, nachdem es aus Weimar vertrieben worden war. Doch anderswo waren Bauideen durchaus vorhanden und wurden konkretisiert. Diesen komplexen Zusammenhang möchte die VL erarbeiten, um zugleich das Besondere des Jahres 1919 herauszustellen.

Tatsächlich waren die Bildungsideen wesentlicher Teil der Suche nach einem Deutschland der Zukunft. Dazu zählten, außer dem durchaus bemerkenswerten Bauhaus: die von Rudolf Steiner begründete Waldorfschule in Stuttgart, die von Graf Keyserling initiierte Schule der Weisheit in Darmstadt, Heinrich Vogelers Kommunistische Arbeitsschule in Worpswede, Gustav Landauers Ideen einer auf den libertären Sozialismus setzenden Bildungsidee, Franz Rosenzweigs Frankfurter Jüdisches Lehrhaus, die Schule für Kirchenkunst im Projekt des „Instituts für religiöse Kunst in Köln und etliche weitere engagiere Ansätze einer neuen Ästhetik, Ethik und Bildungspolitik.    

Die Vorlesung ist Teil des Projektes „‚Woraus wird Morgen gemacht sein?‘ Ein inter- und transdisziplinäres Bildungsprojekt im Bauhausjahr 2019” und erarbeitet gemeinsam mit weiteren Veranstaltungen ein Wiki zum Themenfeld 1919 als Teil des deutschland- und nrw-weiten Verbundprojektes bauhaus100 im Westen.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 28.01.2019) - 2522.HS 5H (Z 90)

MGM 2b: Paul Celan

Die deutsche Lyrik nach 1945 ist vor allem von der Auseinandersetzung mit der unmittelbaren Vergangenheit des Zweiten Weltkrieges und der damit zusammenhängenden Frage nach dem Sinn bzw. der Sinnlosigkeit des eigenen dichterischen Schreibens geprägt. Adornos Diktum, „nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben“ sei „barbarisch“ (1949), zwingt die Dichter, verstärkt über die Legitimation ihres Schreibens zu reflektieren. Paul Celan, dessen Eltern ermordet wurden und der selbst in Arbeitslagern inhaftiert war, ist die wohl bedeutendste lyrische Stimme der Nachkriegszeit. Seine oftmals als unzugänglich empfundene Poesie scheint nur noch Fragmente einer gebrochenen Welt- wie Wirklichkeitserfahrung zu spiegeln. Bei intensiverer Auseinandersetzung mit seinen Gedichten, Reden, Briefen und Prosaarbeiten zeigt sich jedoch, dass Celans Werk weit über die künstlerische Verarbeitung eines persönlichen wie historischen Traumas hinausgeht, indem es versucht, die von der Mutter- zur Mördersprache gewordene deutsche Sprache ästhetisch zu erneuern, und zugleich die Notwendigkeit von Kunst im Angesicht der Katastrophe bekräftigt. Im Seminar werden wir anhand ausgewählter Gedichte, Briefe, dem Gespräch im Gebirg (1959) und Celans Büchnerpreisrede Der Meridian (1960) einen Überblick über sein Gesamtwerk geben.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2018 - 30.01.2019) - 2421.00.90 (Z 23)

MMA2 / BBAM 2: Kolloquium zur Bachelor-/Masterarbeit

In diesem Seminar werden alle Teile der Bachelor- und Masterprüfung (mündliche Prüfung und Abschlussarbeit) detailliert vorbereitet und diskutiert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Verfassen der schriftlichen Arbeit, das in den einzelnen Arbeitsschritten von der Themenfindung über die Literaturrecherche, Konzeption und methodische Durchführung bis zur endgültigen Gliederung besprochen werden soll. Dieses Seminar sollte von allen, die sich von Prof. Schönborn oder Prof. Dörr prüfen lassen wollen, besucht werden.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2421.03.82 (Z30)

Nocthene-Schreibwerkstatt

  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 30.10.2018 - 30.10.2018) - 2332.00.66
  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 13.11.2018 - 13.11.2018) - 2332.00.66
  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 27.11.2018 - 27.11.2018) - 2332.00.66
  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 11.12.2018 - 11.12.2018) - 2332.00.66
  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 08.01.2019 - 08.01.2019) - 2332.00.66
  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 22.01.2019 - 22.01.2019) - 2332.00.66
  • Dienstag, 17:00 - 20:00 (Einzeltermin, 05.02.2019 - 05.02.2019) - 2332.00.66

Sonderveranstaltung – Informationsveranstaltung für Master Erstsemester (Für Studienbeginn SoSe 2019)

Diese Veranstaltung richtet sich an alle Studierende, die im Sommersemester 2019 ein Masterstudium der Germanistik in Düsseldorf beginnen sowie an fortgeschrittene BA-Studierende, die sich über das Masterstudium informieren möchten.

Im Rahmen der Veranstaltung wird der Aufbau des Masterstudiums vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu klären und den Stundenplan für das erste Semester im Masterstudiengang zu besprechen. Auf Wunsch ist ein Campus-Rundgang möglich.

Informationsmaterial wird in einem elektronischen Semesterapparat bereit gestellt.

Sollten Sie noch nicht eingeschrieben ein, melden Sie sich bitte per Mail unter ritzen@phil.hhu.de zur Veranstaltung an.

  • Freitag, 11:00 - 13:00 (Einzeltermin, 22.03.2019 - 22.03.2019) - 2421.03.82 (Z30)

Unterweisung Mitarbeiter

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 24.10.2018 - 24.10.2018) - 2332.04.61 (Z34)

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenRedaktionsteam Germanistik