Aktuelles Lehrangebot

BBAM 2 - Kolloquium zur BA-Arbeit

Das Kolloquium ist als Forum für Studierende gedacht, die im laufenden Semester ihre Bachelorarbeit im Bereich Neuere Deutsche Literaturwissenschaft schreiben wollen. Es soll die Teilnehmenden dabei unterstützen, Fragestellungen zu entwickeln, über Konzeption und Durchführung der Abschlussarbeit nachzudenken, geeignete Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft zu erarbeiten sowie Projekte zu präsentieren und zu diskutieren.

Um den Bedürfnissen der individuellen Arbeitsphasen zu entsprechen, wird das Kolloquium an Terminen stattfinden, die in Absprache mit den Teilnehmenden festgelegt werden. Wenn Sie Interesse an der Veranstaltung haben, kommen Sie bitte auf jeden Fall in die erste Sitzung am 02. April. An diesem Termin findet eine allgemeine Einführung in die Konzeption des Kolloquiums und die Festlegung der Termine statt.

Literaturhinweise: Judith Wolfsberger: Frei geschrieben: Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten, Wien/Köln/Weimar 42016.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2332.01.68
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 18.06.2019 - 18.06.2019)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 25.06.2019 - 25.06.2019)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 02.07.2019 - 02.07.2019) - 2491.01.64
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 09.07.2019 - 09.07.2019) - 2491.01.11

BBM 2c - "Orient und Okzident/ Sind nicht mehr zu trennen"? Imaginativer Orientalismus im Ausgang von Goethes West-östlichem Divan

200 Jahre West-östlicher Divan - das muss zelebriert werden, allerdings nicht unkritisch. 

1819 erschienen, stellt Goethes Divan sein umfangreichstes lyrisches Werk dar. Der arabischen Entlehnung nach bedeutet "Divan" soviel wie "(Ver-)Sammlung", nämlich von Gedichten. Dieser Ensemblecharakter des Divan wird von Goethe mit einer vorgeblich dialogischen Grundhaltung zwischen Orient und Okzident verknüpft. Angestoßen vom Diwan des persischen Dichters Hafez in der Übersetzung des Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall vertieft Goethe seine Beschäftigung mit der orientalischen Literatur, wie es auch die zahlreichen intertextuellen Bezüge seines Divan widerspiegeln. Im Seminar liegen die Schwerpunkte auf folgenden "Büchern" des Divans:

Das Moganni Nameh. Buch des Sängers exponiert die imaginative Reise oder sogar Emigration des Dichters wie des poetischen Ichs in die Welt des Orients. 

Im anschließenden Hafis Nameh. Buch Hafis begegnet das poetische Ich dem persischen Lyriker Hafez. In nacheifernder Begeisterung setzt sich der westliche Dichter in Beziehung zur Dichtung des Persers, um dessen unorthodoxe Religiosität im Spannungsverhältnis von spiritueller und profaner Deutung der Themen und Formen seiner Poesie dialogisch zu reflektieren. 

Das Usch Nameh. Buch der Liebe thematisiert die Beziehung von Sinnlichkeit und Geistigkeit der Liebe im Allgemeinen. Lebensweltliche Sinnlichkeit erscheint im Horizont eines umfassenden geistigen Prinzips.

Erst das Suleika Nameh. Buch Suleika nennt auch eine Geliebte. Hier tritt Suleika persönlich als Dichterin an die Seite Hatems, sodass sich ein leidenschaftliches Duodrama zwischen den beiden lyrischen Figuren entwickelt.

Das Chuld Nameh. Buch des Paradieses liest sich wie eine sinnlich-naive Ineinanderblendung orientalischer und katholischer Paradiesesvorstellungen. Diesem letzten "Buch" des Divan hat Goethe einige Erläuterungen Besserem Verständnis folgen lassen.

Der eingehenderen Divan-Lektüre schließt sich ein Ausblick auf die Literatur der Moderne an. Daher werden auch Texte u. a. von Hofmannsthal, George, Benn und Kafka im Seminar besprochen werden. Dies geschieht in Auseinandersetzung mit zentralen Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft, vor allem der Hermeneutik, der Diskursanalyse und den Postcolonial Studies. So ist der Orientalismus seit Edward W. Saids gleichnamiger Publikation (1978) ein Paradigma der Postkolonialen Studien. "Der Orient" sei Imagination und Projektion des Westens oder "des Okzidents" unter dem Vorzeichen imperialistischer Phantasien. Ob sich die Seminartexte in einer affirmativen Lektüre binärer Strukturen von Dominanz und Unterwerfung erschöpfend erfassen lassen, wäre zu diskutieren. Denn Texte der Moderne zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Bezugnahme zum Orientalismus mit bedenken. Insofern streben postkoloniale Studien nicht nur die Offenlegung orientalischer Motive und Diskursbezüge an, sondern insbesondere deren ästhetische, mitunter subversive, Funktionalisierung. 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019) - 2421.03.82 (Z30)
  • Mittwoch, 12:30 - 16:00 (Einzeltermin, 26.06.2019 - 26.06.2019) - 2302.U1.21 (Z 55)

BBM 2c - Vom Atomzeitalter zur Wasserfallfinsternis - Schweizer Literatur nach 1945

Mit der Schweizer Literatur ist es wie mit der Schweiz selbst: sie ist vorhanden, aber im deutschsprachigen Raum auf den ersten Blick nicht allzu präsent; dem Isolationismus des Landes entspricht die Unterrepräsentiertheit seiner Literatu. Dies gilt besonders für den Zeitraum nach 1945; Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt sind zwar Literatur von Weltruhm, doch damit erschöpft sich die Rezeption schweizer Nachkriegsliteratur zumindest im Bewusstsein der Öffentlichkeit bereits.

Ziel dieses Seminars ist es einerseits, Tendenzen und Entwicklungslinien in der Schweizer Literatur nach 1945 anhand ausgewählter Texte bekannter wie unbekannterer Schweizer Autoren nachzuzeichnen; gleichzeitig soll dieses Methodenseminar grundlegende Techniken literaturwissenschaftlichen Arbeitens wie auch literaturwissenschaftliche Methoden und Zugänge vermitteln. Über grundlegende erzähltheoretische Beschreibungskategorien hinausgehend sollen in diesem Seminar unterschiedliche literaturwissenschaftliche Methoden und Theorien erlernt und angewendet werden, um auf das weitere Studium der Literaturwissenschaft vorzubereiten. Die Vielfältigkeit der ausgewählten Texte erlaubt es, unterschiedliche Analyse- und Interpretationsmethoden exemplarisch anzuwenden.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019) - 2421.03.82 (Z30)
  • Mittwoch, 18:00 - 21:00 (Einzeltermin, 26.06.2019 - 26.06.2019) - 2421.03.84 (Z30)
  • Mittwoch, 18:00 - 21:00 (Einzeltermin, 03.07.2019 - 03.07.2019) - 2421.03.84 (Z30)

BBM 2c - Wahrheit und Erfindung - Fiktion und Realität

Die Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität suggeriert eine Grenze, die die Welt der Erfindungen und Geschichten von der Welt der Wirklichkeiten und Tatsachen trennt. Obgleich der Roman als literarisches Produkt gemeinhin der Fiktion zugeordnet wird, ist es doch gerade der Roman, der diese heilige Grenze immer wieder unterläuft. Bereits in Hermann Hesses Steppenwolf lesen wir: „wir sind hier in einem magischen Theater, es gibt hier nur Bilder, keine Wirklichkeit”, gut achtzig Jahre später entführt uns Friedrich von Borries in 1WTC dann in eine Hyperrealität der Simulation und behauptet dabei: „Fiktion ist die beste Tarnung der Realität.”

 

Das Seminar stellt Primärtexte in den Mittelpunkt seiner Diskussionen, die auf unterschiedlichste Weise der Frage nach Wahrheit und Erfindung nachspüren. Gemeinsam besprochen werden:

Hermann Hesse: Der Steppenwolf. (beginnen Sie gerne bereits mit der Lektüre)

Doron Rabinovici: Suche nach M.

Friedrich von Borries: 1 WTC.

 

Anhand dieser Romane bietet das Seminar die Möglichkeit, Methoden bzw. Theorien zu erarbeiten und sie für die Textanalyse fruchtbar zu machen. So wird sich dem übergeordneten Seminarthema mithilfe verschiedener theoretischer Zugriffe angenähert werden, die die Frage nach dem Verhältnis von Wahrheit und Erfindung aus unterschiedlichen Perspektiven zu beantworten versuchen. Ein Schwerpunkt wird neben klassischen Methoden wie der Hermeneutik, dem Strukturalismus oder den Gender Studies auf einer Herangehensweise beruhen, die sich erzähltheoretischen, gedächtnistheoretischen sowie medientheoretischen Überlegungen bedient.

 

 

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 01.04.2019 - 08.07.2019) - 2332.01.68
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 17.06.2019 - 17.06.2019) - 2421.03.86 (Z34)
  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.06.2019 - 08.07.2019) - 2801.00.02

BEM 2a Vorlesung Literaturgeschichte

Wann beginnt eigentlich die Neuere Deutsche Literatur und inwiefern unterscheidet sie sich von der Literatur des Mittelalters? In welchem Zusammenhang steht die Literaturgeschichte mit der Zeitgeschichte, mit den großen geschichtlichen Verwerfungen des Dreißigjährigen Kriegs, der Französischen Revolution und der beiden Weltkriege, aber auch mit dem sich wandelnden Alltagsleben der Menschen? Welche Rolle spielen die Produktions-, Distributions- und Rezeptionsbedingungen von Literatur, die sich im Zuge der medialen Innovationen vom Buchdruck bis zum Internet immer wieder grundlegend verändern? In welchem Spannungsverhältnis stehen programmatische Entwürfe und literarische Texte? Diese und viele andere Fragen möchte die Vorlesung Literaturgeschichte (BEM 2a) beantworten, indem sie einen strukturierten Überblick über die Neuere Deutsche Literaturgeschichte von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart bietet und dabei Epochen von Barock, Aufklärung, Sturm und Drang über Klassik, Romantik und Realismus bis hin zur Moderne und Gegenwartsliteratur beleuchtet. Die Analysen der einzelnen Entwicklungsphasen anhand exemplarischer Textbeispiele sollen ein Problembewusstsein gleichermaßen für Kontinuitäten wie für Diskontinuitäten schaffen, so dass die Literaturgeschichte insgesamt als ein komplexes, aber systematisierbares Beziehungsgeflecht verstanden werden kann.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 03.07.2019) - 1612.HS Ersatz (Z 598)
  • Mittwoch, 10:30 - 13:30 (Einzeltermin, 10.07.2019 - 10.07.2019) - 1612.HS Ersatz (Z 598)
  • Mittwoch, 10:30 - 13:00 (Einzeltermin, 24.07.2019 - 24.07.2019) - 2201.HS 2A (Z 336)

BEM 2c/BBM 2d - Biedermeier

Die Epoche zwischen Wiener Kongress (1815) und dem  Revolutionsjahr 1848 wird gemeinhin als Epoche des Biedermeier  bezeichnet. Das starke Bedürfnis der Bürger, sich als politisches  Wesenzu fassen und dementsprechend auch öffentlich sich als freie  Menschen zuentwerfen, wurde von einer rigiden Herrschaft nach  patriarchalischemModell unterdrückt. Das Seminar thematisiert Aspekte der Biedermeierzeit.Es werden  Autoren wie Grillparzer (Komödie "Das Leben ein Traum","Erinnerung an  das Revolutionsjahr 1848"), Stifter (Erzählung "DerHagestolz",  Feuilleton "Die Sonnenfinsternis" sowie Kapitel aus seinemBuch über  Wien), Nestroy (Posse "Freiheit in Kräwinkel"), Raimund(Komödie "Der  Alpenkönig und der Menschenfeind"), der Fall der Ermordung des  Dichters Kotzebue, das Werk Carl Gustav Jochmanns u.a.behandelt.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 01.04.2019 - 08.07.2019) - 2421.03.26

BEM 2c/BBM 2d - Die Neue Sachlichkeit. Beobachter des Wandels - von Kästner bis Keun

Die Literatur der Neuen Sachlichkeit spiegelt in ihrer Vielfältigkeit das Spannungsfeld der gesellschaftlichen und politischen Situation der Weimarer Republik wieder. Als Ausdrucksform ihrer Zeit drückt sie das dynamische Gesellschaftsleben der ,Roaring Twenties' ebenso aus wie sie auch die Entwicklung der krisengeschüttelten Republik darstellt. Moderne Angestelltenromane, Frauen- und Sekretärinnenromane, aber auch Großstadterzählungen stellen den Typus der neuen Frau, die Massen- und Konsumgesellschaft und den Wandel des Arbeitsalltags dar.

Das heterogene Spektrum und der Innovationsgrad der neusachlichen Literatur prägen die Genre- und Medienvielfalt: Zeitromane, Reportagen, Dokumentationen und Gebrauchslyrik kennzeichnen die Literatur. Innovative Techniken ermöglichen das Entstehen der ersten Hörspiele und Tonfilme. Ziel des Seminars ist es, die zentralen ästhetischen Merkmale des neusachlichen Stils, beispielsweise die Entsentimentalisierung und den Realitätsbezug, in direkten Bezug zu konkreten Textbeispielen zu setzen. Außerdem soll die Entwicklung der Neuen Sachlichkeit auf die konfliktgeladene gesellschaftspolitische Situation bezogen werden.

Im Zentrum des Seminars stehen unter anderem Erich Kästners Roman "Der Gang vor die Hunde" (1931) und Irmgard Keuns "Gilgi, eine von uns" (1931).

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 02.04.2019 - 09.07.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BEM 2c/BBM 2d - Georg Büchner

Im März 1834 entsteht die erste Fassung des Hessischen Landboten; keine drei Jahre später stirbt Büchner an Typhus. In der Zwischenzeit wird der Anfang 20-Jährige steckbrieflich gesucht, politisch verfolgt, flieht ins Exil, übersetzt Werke Victor Hugos, schließt seine medizinischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Studien mit einer Promotion zum Dr. phil. ab, tritt eine Stelle als Privatdozent an und verfasst ein schmales, teils Fragment gebliebenes Oeuvre, das heute zu den meistgelesenen und -aufgeführten des 19. Jahrhunderts gehört.
Da seine wenigen zu Lebzeiten veröffentlichten Schriften zensiert bzw. konfisziert werden, bleibt er der zeitgenössischen Avantgarde weitestgehend unbekannt; später gilt er Naturalisten wie Expressionisten, dem politischen wie dem absurden Theater als Vordenker. Kaum ein Schriftsteller lässt sich schwerer in den Entwicklungsprozess der deutschsprachigen Literaturgeschichte einordnen als Georg Büchner. In seinen Texten werden die herrschenden politischen Verhältnisse ebenso entschieden abgelehnt wie ein verklärender Idealismus und auch dem Jungen Deutschland will er sich nicht zugeordnet wissen. Mit scharfem Blick diagnostiziert seine Literatur die Missverhältnisse im sozialen Gefüge sowie eine kritische Kluft zwischen idealistisch geprägten Kunstvorstellungen und der Lebenswirklichkeit des einfachen Volkes.

Im Seminar wollen wir den Ambivalenzen dieser sozialen Pathogenesen mit einer eingehenden Lektüre des Gesamtwerks nachgehen und Büchners literarische Hinwendung zu den Verelendeten und Schwachen vor dem politischen, wissenschaftlichen und ästhetischen Hintergrund seiner Zeit verorten.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 05.04.2019 - 12.07.2019) - 2421.03.26
  • Freitag, 14:00 - 17:00 (Einzeltermin, 03.05.2019 - 03.05.2019) - 2421.03.26

BEM 2c/BBM 2d - Spätromantik: Metaphorik der Leidenschaft

Spätromantik: Metaphorik der Leidenschaft

In diesem Seminar geht es darum, Metaphern, die dem Bereich der Leidenschaft, einem zentralen Motiv der Literatur der Spätromantik, zuzuordnen sind, in ausgewählten Werken zu identifizieren und untersuchen. Behandelte Fragestellungen sind beispielsweise: Wie drückt Eichendorff die Aspekte Liebe, Begierde und Sehnsucht in seinen Werken aus? Verwendet er hierfür Metaphern? Falls ja, welche? Stehen diese Metaphern in einem systematischen konzeptuellen Bezug zueinander?

Gerade die Analyse von Metaphern ist für die wissenschaftliche Untersuchung des abstrakten Konzeptes Leidenschaft wichtig, da Abstrakta nicht direkt erfahrbar sind und daher durch Metaphern sprachlich konstruiert werden. Metaphern fungieren hierbei als eine Art Mediator zur kognitiven Konzeptualisierung dessen, was Leidenschaft bedeutet. Das Ziel dieses Seminares ist es daher, zu analysieren, welche Funktion Metaphern für die Darstellung und den Ausdruck des abstrakten Konzepts Leidenschaft in verschiedenen Werken aus der Literatur der Spätromantik haben.

Nach einer theoretischen Einführung in relevante Metapherntheorien und die Literatur der Spätromantik erfolgt die Identifikation und Analyse von Metaphern in ausgewählten Werken. Hierbei liegt ein thematischer Schwerpunkt darauf, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede metaphorischer Leidenschafts-Konzeptualisierungen in den unterschiedlichen Werken und bei den verschiedenen Autoren herauszuarbeiten.

 

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019)

BEM 2c/BBM 2d - Von Gefühlen, Genies und Goethe: Sturm und Drang

Neben der Empfindsamkeit und der Romantik ist der Sturm und Drang die dritte, wichtige Strömung des 18. Jahrhunderts, die das deutsche Geistesleben prägt und die Kulturlandschaft formt. Individualität, Genialität, aber auch Streben zum 'Einfachen' und 'Echten' sowie die Abwendung von der als angestaubt und starr erachteten Aufklärung sind Kennzeichen dieser Strömung - und ihr stereo- und prototypischster Vertreter ist kein anderer als der 'Stürmer und Dränger' Werther, den der junge Goethe auf die deutsche Literaturszene losliess, ohne den durchschlagenden - fatalen? - Erfolg seines Büchleins abschätzen zu können.

So soll auch die Auseinandersetzung mit Goethes 'Die Leiden des jungen Werther' (1774/1787) in all seinen Facetten wie auch seiner Wirkung ein zentraler Bestandteil dieses Seminars sein. Ebenso sollen aber auch andere lyrische, epische und dramatische wie auch theoretische Texte, die maßgeblich stilbildend für diese Strömung waren, mit in den Blick genommen und analysiert werden.

Nach Möglichkeit werden auch der optionale Besuch einer Bühneninszenierung oder auch ein Filmabend mit Verfilmungen aus dem Seminarkontext Teil des Seminarangebots sein.

Der genaue Seminarplan sowie alle weiteren Formalia werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

BEM 2c/BBM 2d - Von Keulenmännern und Herztieren. Rumäniendeutsche Literatur nach 1945

Mit der Verleihung des Literaturnobelpreises an die gebürtige Banater Schwäbin Herta Müller im Jahre 2009 ist die rumäniendeutsche Literatur – d.h. Literatur von Angehörigen deutschsprachiger Minderheiten in Rumänien – verstärkt ins Zentrum kultur- und literaturwissenschaftlicher Forschung gerückt. Herta Müller ist Teil jener Generation rumäniendeutscher Nachkriegsschriftsteller/innen, die ein schwieriges Erbe im Spannungsfeld rumänisch-deutscher Geschichte anzutreten hatten. Zu diesem Erbe gehört u.a. die Verstrickung rumäniendeutscher Minderheiten in die Ideologie und die Verbrechen Nazi-Deutschlands, die – lange Zeit nur implizit mögliche – Bewältigung der sogenannten Russlanddeportation und die Auseinandersetzung mit einer rumäniendeutschen Literaturtradition, die seit ihren Ursprüngen in der Frühen Neuzeit ausgrenzende sowie kolonialistische Züge getragen hat und spätestens ab den 1920er Jahren überwiegend völkisch geprägt war. Versuche, mit dieser Tradition auf dem Feld der Literatur zu brechen, blieben im sozialistischen Rumänien nach 1945 für Schriftsteller/innen wie Herta Müller, Oskar Pastior oder Richard Wagner nicht folgenlos: Sie wurden Opfer totalitärer Überwachungs-, Verfolgungs- und Zensurmaßnahmen und unter Umständen – wie im erst postum publik gewordenen Fall Oskar Pastiors – als Informanten der rumänischen Geheimpolizei Securitate auch zu Tätern.

 

Das Seminar eröffnet seinen Teilnehmer/innen die Möglichkeit, Einblicke in die überaus vielschichtigen Textwelten rumäniendeutscher Literaten zu erhalten und ausgewählte Texte gemeinsam zu diskutieren, zu analysieren und zu interpretieren.

In den Blick genommen wird voraussichtlich:

  • die experimentell-surrealistische Lyrik Oskar Pastiors und Auszüge aus seinen Frankfurter Poetikvorlesungen Das Unding an sich (1994)
  • die metaphernreiche Prosa Herta Müllers am Beispiel des Romans Herztier (1994), Essays aus dem Band Der König verneigt sich und tötet (2003) und ausgewählte Collagengedichte aus dem Band Im Heimweh ist ein blauer Saal (2019)
  • Joachim Wittstocks halbdokumentarische Erzählung Keulenmann und schlafende Muse (2005)
  • Richard Wagners Roman Die Muren von Wien (1990)

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 01.04.2019 - 08.07.2019) - 2421.03.82 (Z30)

Dissertationsprojekte aus dem Schwerpunkt Mythos, Ideologie und Methoden

Diese Veranstaltung richtet sich an Promovenden, die unter meiner Leitung an einem Dissertationsprojekt arbeiten. Ziel ist es, möglichst viele der über 20 Projekte in den nächsten Jahren zu einem Abschluss zu bringen.

E-Mail: tepe@phil.hhu.de

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2421.03.82 (Z30)

Lesekreis: "Vergessene Schriftsteller/innen - Vergessene Texte" (bitte Ankündigungstext beachten!)

Aufgrund diverser Anfragen findet der Lesekreis im SoSe 2019 nun doch einmal monatlich zu den angegebenen Terminen statt.

 

Zu früh gestorben, ins Irrenhaus verbannt, als schreibende Frau unterschätzt, während der nationalsozialistischen Herrschaft "ausgesondert" Gründe für den Rezeptionsabbruch bestimmter Texte gibt es ebenso zahlreiche, wie es vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller gibt. Der Lesekreis "Vergessene Schriftsteller/innen Vergessene Texte" widmet sich der Wiederentdeckung und Neuerschließung literarischer Texte, die in der wissenschaftlichen Forschung bislang kaum beachtet wurden und im kulturellen Gedächtnis keinen Standort haben. In einer gleichberechtigten Mischung aus intuitiven und wissenschaftlichen Textzugriffen richtet sich der Lesekreis im Rahmen des fächerübergreifenden Wahlpflichtbereichs an interessierte Studierende aller Fakultäten.

 

Der Lesekreis trifft sich zu folgenden Terminen (bitte eventuelle Raumänderungen beachten):

  • 3. April (Vorbesprechung)
  • 24. April
  • 29. Mai
  • 26. Juni
  • 31. Juli
  • 28. August

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 03.04.2019 - 03.04.2019) - 2421.00.90 (Z 23)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 24.04.2019 - 24.04.2019) - 2421.00.90 (Z 23)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 29.05.2019 - 29.05.2019) - 2421.00.90 (Z 23)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 26.06.2019 - 26.06.2019) - 2421.00.90 (Z 23)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 31.07.2019 - 31.07.2019) - 2421.00.90 (Z 23)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 28.08.2019 - 28.08.2019) - 2421.00.90 (Z 23)

MFM 2a/b // MFM 4a/b // MGÜSZb - Poetik und Stilistik: Komik und Ironie

Beim gesprochenen Wort dienen Tonfall, Tonhöhe, mimische und gestische Zeichen als Mittel, uneigentliche Sprechhandlungen, komische Übertreibung oder Ironie kenntlich zu machen. Über welche Möglichkeiten verfügt die geschriebene Sprache, komische Wirkungen zu erzielen oder zu markieren, dass eine Aussage ironisch gemeint ist? Das Seminar macht sich zur Aufgabe, Grundbegriffe der klassischen Rhetorik und der Stilistik zu klären sowie ausgewählte Texte zur Theorie der Komik (W. Iser, K. Stierle, R. Warning, W. Preisendanz) und der Ironie (H. Weinrich, E. Lapp, U. Japp) zu diskutieren. Anschließend werden exemplarische Satiren und Komödien, u.a. Heinrich Heines Deutschland, ein Wintermärchen, Friedrich Dürrenmatts Romulus der Große, Botho Strauß’ Kalldewey, Farce und Thomas Bernhards Der Theatermacher, daraufhin untersucht, wie sie Stilkritik betreiben, komische Kippeffekte erzeugen, Aussagen ironisieren oder idealistische Konzepte ins Lächerliche ziehen.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 13.06.2019) - 2332.00.66
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 27.06.2019 - 27.06.2019)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 04.07.2019 - 04.07.2019)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 11.07.2019 - 11.07.2019)

MGM 2 a/b - Geschichten der Medizin

Krankheitsgeschichten spielen in der Literatur und im Film eine große Rolle. Hier werden u.a. individuelle Krankheitserfahrungen geschildert, fiktive Handlungsrahmen ausprobiert, ärztliche Handlungen, Ärzt/-innen oder Patient/-innen in ihrem Patient-Sein karikiert, die medizinische Wissenschaft, ihre Formate und institutionellen Ausprägungen kritisiert. An den Texten und Filmen lässt sich zeigen, was als Krankheit und Gesundheit in einer jeweiligen Zeit verstanden wird und was an menschlicher Regung sowie zwischenmenschlicher Interaktion damit verbunden wird. Das Seminar geht diesen Fragen in interdisziplinärer Form nach. Aus literaturwissenschaftlicher, filmsemiotischer und medizinhistorischer Perspektive werden ausgewählte literarische Werke und Filme inhaltlich und formal analysiert, ihre medizinhistorischen Kontexte ergründet und ihre Darstellungen medizinischer Situationen diskutiert. Es wird eine Lektüre von ca. 60 Seiten pro Woche vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 03.04.2019 - 10.07.2019)

MGM 2a/b - Kafkas Tiergeschichten

Die Faszination am sprechenden Tier begleitet den Menschen seit Jahrhunderten von Aesops Fabeln (um 600 v. Chr.) bis zu Internet Memes wie den Lolcats (21.Jh.). Auch in Franz Kafkas Werk finden sich etliche Tiergestalten, die Anlass geben, im Zuge der Human-Animal-Studies über die Dichotomien Natur und Kultur sowie Mensch und Tier nachzudenken.

Im ersten Teil des Seminars werden unterschiedliche Tiergeschichten von Franz Kafka vergleichend besprochen (Schakale und Araber, Ein Bericht für eine Akademie, Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse, Forschungen eines Hundes, Der Bau), und diskutiert, inwiefern Kafkas fiktionalen Tieren eine ›Zoopoetik‹ zu Grunde liegt. Bei der gemeinsamen Analyse und Interpretation von Kafkas Tiergeschichten werden Bezüge zu ›Brehms Tierleben‹, Jakob von Uexkülls Umwelt und Innenwelt der Tiere sowie zu Walter Benjamins Gedanken zu der Dreiecksbeziehung zwischen Sprache, Körper und Tier hergestellt sowie ausgewählte Sekundärtexte besprochen und bewertet. Der Themenschwerpunkt im letzten Drittel des Seminars wird von den SeminarteilnehmerInnen per Abstimmung gewählt.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 04.04.2019 - 11.07.2019) - 2332.01.68
  • Donnerstag, 18:00 - 22:00 (Einzeltermin, 16.05.2019 - 16.05.2019) - 2522.HS 5G (Z 90)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 27.06.2019 - 11.07.2019)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 27.06.2019 - 27.06.2019)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 04.07.2019 - 04.07.2019)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 11.07.2019 - 11.07.2019) - 1612.HS Ersatz (Z 598)

MMA 2 Kolloquium zur MA-Arbeit / Doktorandenkolloquium (Blockveranstaltung)

Das Master- und Doktorandenkolloquium dient der Präsentation von laufenden Forschungsprojekten. Es gibt Gelegenheit zur Vorstellung von Konzepten sowie zur Diskussion methodischer Ansätze und bereits erarbeiteter Forschungsergebnisse. Es findet nach Vorbereitungssitzungen in Form eines Blockseminars statt. Der Termin für die Blockveranstaltung wird in Absprache mit den Teilnehmenden festgelegt. Um Voranmeldung bei der Dozentin wird gebeten.

Eine erste Vorbesprechung zur Themen- und Terminkoordination für das Master-/Doktorandenkolloquium

findet statt am : 09.04.2019 - 14.30-16.00 Uhr

 

Termine für die Blocktage: werden noch bekannt gegeben.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 09.04.2019 - 09.04.2019)
  • Dienstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 07.05.2019 - 07.05.2019) - 2303.01.70 (Z 16)
  • Dienstag, 12:30 - 16:00 (Einzeltermin, 28.05.2019 - 28.05.2019) - 2303.01.24 (Z20)
  • Dienstag, 10:00 - 18:30 (Einzeltermin, 18.06.2019 - 18.06.2019) - 2303.01.70 (Z 16)
  • Dienstag, 14:00 - 15:30 (Einzeltermin, 25.06.2019 - 25.06.2019) - 2421.00.64 (Z15)
  • Dienstag, 13:30 - 19:30 (Einzeltermin, 02.07.2019 - 02.07.2019) - 2302.U1.81
  • Dienstag, 12:00 - 16:00 (Einzeltermin, 21.05.2019 - 21.05.2019) - 2303.01.24 (Z20)

TuTiS für ausländische Studierende zur Vorlesung BEM 2a: Literaturgeschichte

Das Tutorium richtet sich an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einführungsvorlesung Literaturgeschichte (BEM 2a; PO 2018) und dient der unterstützenden Wiederholung und Vertiefung der dort erlernten Inhalte. Dabei wird sowohl der Besprechung offener Fragen, als auch der gemeinsamen Einübung von Themeninhalten anhand konkreter Textarbeit Raum gegeben. Bei aktiver Teilnahme können 2 CPs für den Wahlpflichtbereich erworben werden.

Erasmus-Studierende, ausländische Studierende und deutsche Studierende der Germanistik sind gleichermaßen zur Teilnahme herzlich eingeladen!

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.04.2019 - 04.07.2019) - 2303.01.61 (Z 36)

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