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Tagung: Selbstständigkeit von Sätzen und Satzwertigkeit von Äußerungen

26./27.03.2020, Haus der Universität, Düsseldorf

"Die Tagung setzt sich zum Ziel, ausgewiesene Expertinnen und Experten der germanistischen Satztypforschung zusammenzubringen, um den Selbstständigkeitsbegriff aus syntaktischer sowie pragmatischer Perspektive grundlegend zu hinterfragen. Es soll die Debatte zur Selbstständigkeit von Sätzen und zur Satzwertigkeit von Äußerungen vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen der germanistischen Linguistik neu angestoßen werden, mit dem übergreifenden Ziel, ein vertieftes Verständnis dieser Konzepte zu erarbeiten. Zudem soll sich Klarheit darüber verschafft werden, welche sprachlichen Ebenen und Eigenschaften bei der selbstständigen Verwendung von Sätzen relevant sind bzw. welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um einen Satz selbstständig zu verwenden. Hierbei soll außerdem ausgelotet werden, inwiefern der Einsatz elaborierter empirischer Methoden bspw. die Verwendung von Großkorpora zu neuen Erkenntnissen führen kann. Es ist dabei ein Anliegen dieser Tagung, einen differenzierten Blick auf das Phänomen der Selbstständigkeit zu werfen. Neben Beiträgen, die eher die syntaktischen oder die pragmatischen Aspekte von Selbstständigkeit zum Thema haben, werden auch diachrone Beiträge sowie Beiträge zur sog. Leichten Sprache erwartet."

Gefördert durch Mittel der Fritz Thyssen Stiftung.

Eine auführlichere Übersicht zum Programm finden Sie hier.

Organisation

  • Prof. Dr. Rita Finkbeiner
  • Robert Külpmann, M.A.

Programm

Do, 26.03.2020

09:00-09:30 Uhr: Begrüßung: Prof. Dr. Rita Finkbeiner
                                                 Robert Külpmann

09:30-10:15 Uhr: Jürgen Pafel
Zum Verhältnis von (Un-)Selbständigkeit und illokutionärem Potential

10:15-11:00 Uhr: Frank Liedtke
Merkmalsmischung und Intensivierung

Kaffeepause

11:30-12:15: Angelika Wöllstein
Kennzeichen von Satzwertigkeit im Sprachvergleich

12:15-13:00 Uhr: Augustin Speyer
Informationelle Bedingungen für die Selbständigkeit von Satzaussagen. Eine diachrone Sichtweise

Mittagessen

14:30-15:15 Uhr: Mailin Antomo
(Un)Selbstständigkeit von Sätzen und Main Point of Utterance

15:15-16:00 Uhr: Nathalie Staratschek
Selbstständigkeit als Spektrum und ihre Auswirkungen auf die Diskursverankerung

Kaffeepause

16:30-17:15 Uhr: Ulrike Freywald
Wie selbstständig sind unselbstständige Verbzweit-Sätze? Neues zur Einbettbarkeit von Verbzweit

17:15-18:00 Uhr:Sven Müller
Relativ integriert, relativ selbstständig? Syntaktische Integration und illokutionäre Selbstständigkeit bei obwohl-VL-Sätzen im Deutschen

 

Fr, 27.03.2020

09:00- 09:45 Uhr: Jan Seifert
Syntaktische Autonomie durch Interpunktion? Hypotaktische Satzstrukturen in ‚Leichter Sprache‘

09:45-10:30 Uhr: Robin Lemke & Ingo Reich
Satzäquivalente – Syntax oder Pragmatik?

Kaffeepause

11:00-11:45 Uhr: Christian Fortmann
Non-Syntax in der Satzsyntax – nicht-integrierte Parenthesen als ein Phänomen der Sprachverarbeitung

11:45-12:30 Uhr: Rita Finkbeiner, Robert Külpmann & Julian Stawecki
Zur Selbständigkeit von W-Überschriften

Kaffeepause

13:00-13:45 Uhr: Franz d’Avis
Zum Zusammenhang zwischen selbständigen und eingebetteten Sätzen: Optative, Exklamative und und ob-Sätze im Deutschen und Schwedischen

13:45-14:30 Uhr: Andreas Jäger
Selbständige dass-Sätze als Prohibitivausdruck - Emergenz einer Konstruktion

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